Xanthan

Mörser

Xanthan ist ein natürlich vorkommendes Polysaccharid. Es wird mit Hilfe von Bakterien der Gattung Xanthomonas aus zuckerhaltigen Substraten gewonnen und wird als Lebensmittelzusatzstoff mit der E-Nummer E 415 als Verdickungs- und Geliermittel eingesetzt. Jenes ist für Öko-Lebensmittel zugelassen. Zum Beispiel wird es für besondere medizinische Zwecke, wie Säuglings- und Kleinkindernahrung eingesetzt. Auch kann es gentechnisch hergestellt werden und ist trotzdem für Bio-Produkte zugelassen, wie auch für Arzneimittel.

Kennzeichnung

Zusatzstoffe, die in geschlossenen Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zusatzstoff auf gereinigt wird und keine Mikroorganismen enthält. Erhalten die verwendeten Mikroorganismen Nährstoffe (Substrate) aus gentechnisch veränderten Pflanzen (z.B. Mais, Soja), bleibt der Zusatzstoff ohne Kennzeichnung.

Seit mehr als 30 Jahren wird Xanthan, ein Polysaccharid, als Verdickungsmittel hergestellt. Dieses Mittel wird aus einem Bakterium hergestellt, das auf Zucker,- oder stärkehaltigen Lösungen wächst. Das Medium wird nach dem Prozess des Gärens in Alkohol getränkt, anschließend getrocknet und gemahlen. Es lässt sich in Wasser gut auflösen und bildet Gele aus. Diese Gele bleiben bei Temperaturen sehr stabil, können ohne Schaden eingefroren und wieder aufgetaut werden. Xanthan ist ein Kohlenhydrat, das in der Lebensmittelindustrie als Füllstoff-, Gelier- und Verdickungsmittel eingesetzt wird.

Bei der Herstellung von Lebensmittel wird Xanthan eingesetzt, da es die Eigenschaft besitzt, Lebensmittel zu verdicken und stabilisieren. Zum Beispiel bei Pudding, Mayonnaise, Süßspeisen, Soßen, Obst- und Gemüsekonserven, Fisch- und Fleischkonserven und vieles mehr. In der Speiseeis Herstellung wird die Bildung von Eiskristallen verringert und bei Fruchtsäften werden Schwebstoffe gleichmäßig verteilt. Hier darf es höchstens mit 10g pro Kilogramm Lebensmittel enthalten sein. Ansonsten darf der Stoff nach dem Prinzip quantum satis, also in ausreichender Menge zugesetzt werden. Das bedeutet, es darf gerade so viel zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden, wie es zur Produktion notwendig ist. Xanthan kann feste Filme ausbilden, die an einigen Metallen und Gläsern haften. Das Mittel kann sehr gut in kaltes und warmes Wasser aufgelöst werden. Außerdem ist es kompatibel mit Alkohol und Salz. Weiterhin kann es mit Johannisbrotkernmehl zusammen synergistisch wirken und thermoreversible Gele bilden, die sich durch ein sehr gutes Wasserbindungsvermögen und hohe Elastizität auszeichnen.

Xanthan und Kosmetik

In der Kosmetikindustrie werden unterschiedliche Typen von Xanthan verwendet. Die Lösungen unterscheiden sich dabei in der Textur, im Bereich der Anwendung und dem Aussehen. In der Kosmetik hat es sich als Verdicker bewährt, der sehr Haut freundlich ist. Als Viskoseträger wird Xanthan in Lotionen, Duschgele, Shampoos Zahnpasta, flüssigen Seifen und Mascara und Cremes verwendet. Ebenso in Lotionen zum Waschen, in Rasier- und Haargele und Deo-Roll-ons. Wenn man dieses alles betrachtet, haben wir täglich mit Xanthan zu tun, da es ja eigentlich für alles zu gebrauchen ist und überall zu finden ist und wie berichtet, für die Menschen nicht schädlich ist.

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