Was macht eine medizinische Fachangestellte?

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Eine medizinische Fachangestellte hieß bis zum 31. Juli 2006, schlicht und einfach „Arzthelferin“. Sie arbeitet zum größten Teil in einer Arztpraxis und unterstützt den Arzt bei seiner Tätigkeit. Doch auch in Unternehmen und Organisationen, die einen eigenen ärztlichen Dienst haben, sowie auch bei der Bundeswehr findet man die medizinischen Fachangestellten. Allein in Deutschland wurden 2011, 14.481 neue Ausbildungsverträge geschlossen. 98 % der medizinischen Fachangestellten sind weiblich.

Die Bewerbung!

Um sich bei einem Arzt oder in einem Krankenhaus zu bewerben, sollte schon ein Realschulabschluss, vorliegen. Bei der Bewerbung sollten auch gute Schulnoten in den Fächern, Biologie (biologische und medizinische Zusammenhänge können besser verstanden werden), Chemie (für die Arbeit im Labor), Mathematik (um eine Quartalsabrechnung erstellen zu können) und Deutsch (für Aufgaben im Schriftverkehr), auf den Zeugnissen stehen. Erforderlich sind unter anderem auch, kommunikative Fähigkeiten, großes Einfühlungsvermögen und Kontaktfreudigkeit.

Was macht eine medizinische Fachangestellte aus?

Ohne Arzthelferinnen gäbe es ein Chaos!

Sie muss auf eine Vielzahl von den unterschiedlichsten Menschen eingehen können und ihnen auch, falls erforderlich, eventuelle Ängste nehmen können. Die Belastbarkeit am Arbeitsplatz ist nicht gerade niedrig und auch sehr wichtig, da in einer hektischen Situation, wie bei einem Notfall, Ruhe bewahrt werden muss und ein schnelles Reaktionsvermögen Voraussetzung ist. Außerdem ist natürlich die Verschwiegenheit das oberste Gebot. Auch bei einer medizinischen Fachangestellten muss das ärztliche Berufsgeheimnis auf jeden Fall gewahrt bleiben. Auf ihr ruht eine Menge Verantwortung, denn Fehler ihrerseits, können sich auf die Gesundheit eines Patienten auswirken. Sie können so für den behandelnden Arzt finanzielle und immaterielle Schäden verursachen.

Das Aufgabengebiet!

Zu ihren Aufgabengebieten gehört unter anderem, die Terminvergabe für die Patienten und die Regelung des ganzen Ablaufs in der Praxis, die Verwaltungsarbeit, wie zum Beispiel, eine Privatrechnung abwickeln und das Schreiben von Briefen für den Arzt. Sie muss Verbände anlegen können und eine Injektion verabreichen, sowie der Blutabnahme mächtig sein.

Die Zeit der Ausbildung

Die Ausbildung zu einer medizinischen Fachangestellten findet in einer Arztpraxis, im Krankenhaus oder einer medizinischen Versorgungseinrichtung statt und dauert 3 Jahre. Zu der Ausbildung gehören, die Betreuung der Patienten, die Praxishygiene, dass assistieren bei einer Therapie, der Umgang mit den Arzneimitteln, Sera und Impfstoffen, sowie der Schriftverkehr. Nach einer durchgehenden zweijährigen Tätigkeit kann eine Weiterbildung, zur Arztfachhelferin, erfolgen.

Wie entstand der Beruf?

Der Beruf „Arzthelferin“ entstand in den 1950iger Jahren, da die Ärzte eine Hilfskraft zur Verfügung haben mussten, die den alltäglichen Praxisverlauf regeln konnten. Außerdem sollten eine gewisse medizinische Fertigkeit und ebensolche Kenntnisse vorhanden sein. Die Ausbildung zu einer Arzthelferin bestand dann darin, einer Krankenschwester möglichst viele medizinische Kenntnisse beizubringen und sie außerdem als Sekretärin arbeiten zu lassen. Der Beruf mit einer zweijährigen Lehrzeit wurde 1965 anerkannt und 1968 durch eine Ausbildungsverordnung ergänzt. 1986 wurde die Ausbildung auf bundeseinheitlicher Ebene auf drei Jahre erhöht.

Die Ausbildung im Allgemeinen

In den ersten 18 Monaten dieser Ausbildung wird gelehrt, wie man Patienten betreut, wie man bei einer ärztlichen Therapie hilft, wie Stütz- und Wundverbände anzulegen sind, eine ärztliche Untersuchung vorbereitet wird und Patiententermine zu koordinieren sind. In der zweiten Ausbildungshälfte wird den Schülern vermittelt, die Arzneimittel richtig zu lagern und zu überwachen, wie eine Befundaufnahme funktioniert, Laboruntersuchungen und wie ein Notfall erkannt wird und was dann zu tun ist.

In der Berufsschule sind folgende Fächer zu erlernen, Praxishygiene, Patienten mit kleinen Wunden zu versorgen und die Praxisabläufe zu organisieren. Der Unterricht in der Berufsschule findet an zwei bis drei Tagen in der Woche statt. Während der gesamten Zeit der Ausbildung müssen Leistungsnachweise erbracht werden, da sonst eine Zulassung zur Abschlussprüfung nicht möglich ist.

Vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres wird eine Zwischenprüfung durchgeführt und am Ende der Ausbildung, kommt dann die Abschlussprüfung. Im praktischen Teil der Prüfung wird ein Fachgespräch geführt und eine Laboruntersuchung getestet. Im schriftlichen Teil einer Prüfung wird die Betriebsorganisation und Verwaltung geprüft. Die Prüfung wird vor der zuständigen Ärztekammer abgelegt.

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