Was ist eine medizinische Dokumentarin?

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Wer in dem Beruf als medizinische Dokumentarin arbeitet, unterstützt den Arzt bei seiner Tätigkeit, die Arbeit umfasst die Organisation, Statistik, Dokumentation und Datenverarbeitung in der Medizin. Voraussetzung um diesen Beruf zu erlernen, ist das Abitur oder die Hochschulreife, sowie ein polizeiliches Führungszeugnis. Ob eine Person geeignet für diesen Beruf ist, wird anhand der Bewerbung und in einem persönlichem Gespräch geprüft. In Ausnahmefällen kommt es auch vor, dass eine Aufnahmeprüfung durchgeführt wird. Eine gute Voraussetzung besteht bei guten Schulnoten in den Fächern, Biologie, Deutsch, Chemie, Mathematik und Englisch. Auch gute PC Kenntnisse sind unbedingt erforderlich. Für die Kenntnisse in der Theorie müssen mehrere Fachpraktika im In- und Ausland absolviert werden. Die erste Schule für medizinische Dokumentation gab es 1969 am Universitätsklinikum in Ulm.

Die Ausbildung

DokumenteIn einem praktischem und einem theoretischen Unterricht werden allgemeine Fächer wie, Deutsch, Sozialkunde, Religion oder Philosophie und Maschineschreiben erlernt. Hinzu kommen Lehrgänge, in denen man erfährt, wie ist der Aufbau des menschlichen Körpers und wie funktioniert er? Man erfährt, wie Daten aus der Forschung erfasst werden und wie Befunde und Diagnosen verschlüsselt werden. Man erlernt die verschiedenen Arten von Dokumentationsverfahren, Datenverarbeitungssysteme, Betriebssysteme und wie Netzwerke aufgebaut werden. Außerdem, wie der Betrieb in einem Krankenhaus läuft und wichtige englische Fachbegriffe, etc. medizinische Dokumentare werden in der Berufsschule ausgebildet, müssen aber zusätzlich Fachpraktika in Kliniken, Krankenhäusern oder der pharmazeutischen Industrie machen.

Was gelernt werden muss!

Das Lernspektrum ist relativ groß. Es reicht von theoretischem und praktischem Basiswissen über Übungen im schuleigenen Rechenzentrum. Medizinische und pharmakologische Kenntnisse müssen erworben werden, über die Dokumentation und Ordnungslehre bis zu Mathematik und Statistik muss alles gepaukt werden. Unterrichtsthemen werden von den Schülern im Team und in Form von Projekten erarbeitet. Für die staatliche Anerkennung müssen mehrere Praktika durchlaufen werden. Das Anerkennungspraktikum läuft meist über 6 Monate. Üblicherweise werden die Praktika in Krankenhäusern, Kliniken und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens gemacht. An Stellen wie zum Beispiel, bei der Patientenaufnahme, im Krankenhausarchiv oder in einer Fachbibliothek sind sie zu finden.

Ausgebildet werden sie von Fachkräften. Große Aufmerksamkeit und Konzentration sind für den Beruf unbedingt erforderlich. Eine medizinische Dokumentarin hat mit außerordentlich wichtigen Daten zu tun, die auf gar keinen Fall, verloren gehen dürfen.

Kosten für die Ausbildung

Der Schüler erhält für den Besuch an einer schulischen Einrichtung keinerlei Vergütung. Aber Kosten kommen auf ihn zu, die da wären, die Lehrgangsgebühren, eine Aufnahme- und Prüfungsgebühr sowie Lernmittelkosten für den theoretischen Unterricht. Bezahlen muss er außerdem die Fahrtkosten sowie eine Unterbringung am Unterrichtsort.

Die Zeit der Ausbildung dauert 3 Jahre, hiervon entfallen ca. 12 Monate auf die außerschulischen Praktika, davon noch einmal 6 Monate für das Berufspraktikum, um eine staatliche Anerkennung zu erreichen. Die restliche Zeit der Ausbildung findet in einer Vollzeitform an einer Berufsschule statt. Der Pflichtunterricht umfasst Fächer wie, Anatomie, Physiologie, Pathologie, Pharmakologie, Chemie und Laboratoriumsdiagnostik sowie medizinische Dokumentation, Textverarbeitung, EDV Programmiersprache und Fachenglisch.

Die Prüfung steht bevor!

AktenZur Prüfung wird man nur dann vorgelassen, wenn alle erforderlichen Leistungsnachweise erbracht sind und die Betriebspraktika durchgeführt worden sind. Besteht jemand die Abschlussprüfung nicht, ist es logisch, dass er auch nicht zu dem Anerkennungspraktikum zugelassen wird. Es gibt einen schriftlichen Teil und einen mündlichen bei der Prüfung. In der schriftlichen Prüfung werden Fragen zu der Medizin, Dokumentation, Statistik und Informatik gestellt. Die Dauer beträgt ca. 4 Stunden. In der mündlichen Prüfung geht es meist um die gleichen Themen, hier werden sie aber anhand von praktischen Fällen durchgeführt. Dieser Teil dauert in der Regel nicht länger als 40 Minuten. Der staatliche Prüfungsausschuss besteht aus Mitgliedern, die von den zuständigen Behörden gestellt werden.

Die Beschäftigung danach

Nach der Prüfung findet man eine Beschäftigung in einer Arztpraxis, in einem Krankenhaus oder in der pharmazeutischen Industrie. Die meisten der Absolventen entscheiden sich für eine bestimmte Fachrichtung, wie zum Beispiel, die Erfassung und Verwaltung der Patienten. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, ist es erforderlich, auch nach der Prüfung, seine Fachkenntnisse und das Fachwissen jederzeit zu erweitern. Nach der Ausbildung ist es aber auch möglich, eine Weiterbildung zum Fachwirt zu machen oder sogar ein Studium zu absolvieren, wenn man die Hochschulzugangsberechtigung besitzt.

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