Masseur und medizinischer Bademeister – Ein Beruf für Kontaktfreudige!

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Ein Masseur und medizinischer Bademeister lernt in seiner Ausbildung mehr als 30 Techniken des massierens, das ist auch gut so, denn die Nachfrage steigt stetig an. In diesen Zeiten hat der Masseur alle Hände voll zu tun. Rückenschmerzen sind eine neue Volkskrankheit geworden. Masseur und medizinischer Bademeister ist eine offizielle Berufsbezeichnung und es ist eine Arbeit mit sehr viel Verantwortung.

Bevor er mit seiner Behandlung beginnt, muss der Kunde genau untersucht werden, zum Beispiel, wie das Gewebe seiner Haut aussieht, ist es krankhaft verändert oder völlig normal? Dann trifft er die Entscheidung, welche Behandlung anzuwenden ist. Als Masseur und medizinischer Bademeister, darf man nicht menschenscheu sein, aber sie benötigen sehr viel Einfühlungsvermögen und Geduld. Teamfähigkeit und gutes Zuhören sind weitere Voraussetzungen für diesen Beruf.

Die Voraussetzungen

Eine Ausbildung zu einem Masseur und medizinischem Bademeister kann begonnen werden, wenn man einen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, die mindestens ein Jahr gedauert hat. Man muss das 16. Lebensjahr vollendet haben und ein Attest über eine gesundheitliche Unbedenklichkeit vorlegen können. Da es eine Schule für einen Masseur und medizinischem Bademeister nicht überall gibt, kann es durchaus sein, dass der Heimat- und der Ausbildungsort nicht identisch sind und somit ein Ortswechsel stattfinden, muss.

Was steht auf dem Stundenplan?

Auf dem Stundenplan während der Lehre stehen Fächer wie, Berufskunde, Anatomie, Physiologie, allgemeine und spezielle Krankheitslehre und Hygienevorschriften. Masseure und medizinische Bademeister unterstützen die Ärzte, Krankheiten zu heilen oder wenigstens zu lindern. Dazu gehört auch der Umgang mit rheumatisch Kranken oder die Nachsorge bei Bandscheibenvorfällen.

In der Regel arbeiten die Berufsfachschulen eng mit Krankenhäusern zusammen. Dort lernen die Auszubildenden die Zusammenarbeit mit medizinischem und therapeutischem Personal. Für die ihnen übertragenden Tätigkeiten sind sie in der Regel selber verantwortlich. Aufmerksamkeit und Konzentration sind hier äußerst wichtig, damit bei einem kritischen Zustand eines Patienten, schnell reagiert werden kann.

Die Ausbildung und was sie beinhaltet!

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und endet mit einer Prüfung zum staatlich anerkannten Masseur und medizinischem Bademeister. Für die staatliche Anerkennung müssen 6 Monate in einem Krankenhaus oder einer medizinischen Einrichtung gearbeitet werden.

Was beinhaltet die Ausbildung?

In der Ausbildungszeit lernt man alles über Anatomie, allgemeine Krankheitslehre, Hygiene und Physiologie. Auch werden verschiedene Therapien erlernt, wie die Reflexzonentherapie, die Hydro- und Balneotherapie und die Elektrotherapie, außerdem die Befunderhebung und Bewegungserzielung.

Schon der griechische Arzt Hippokrates (466- 377 v. Chr.) wandte die Massage an. Heute nimmt die Massage einen großen Stellenwert bei der Behandlung eines Patienten ein. Das wichtigste „Arbeitswerkzeug“ von einem Masseur sind seine Hände. Sie beherrschen Formen einer Massage, die von einer klassischen Massage, bis zu der Reflexzonentherapie reichen. Sie wenden Wassertechniken, wie Kneippsche Güsse, medizinische Bäder und Unterwassermassagen an. Auch Wärme- und Kälteanwendungen haben eine große Bedeutung, hierzu gehören Fango Packungen oder Eisbehandlungen, die beherrscht werden müssen.

Die Vergütung in der Ausbildung

Der schulische Teil der Ausbildung zu einem Masseur und medizinischem Bademeister wird nicht vergütet. Hat jemand eine Praktikumsstelle, bekommt er ein Praktikumsentgelt. Doch für die Ausbildung fallen einige Kosten an, zum Beispiel, Lehrgangsgebühren bzw. Schulgeld, wenn eine private Bildungseinrichtung besucht wird, dann müssen noch Aufnahme und eine Prüfungsgebühr gezahlt werden. Auch die Kosten für Fachliteratur müssen selber übernommen werden. Für die praktische Ausbildung muss Berufskleidung gekauft werden. Gezahlt werden müssen auch die Fahrtkosten oder die Kosten einer auswärtigen Unterbringung.

Die Prüfung!

Ob man zu der Abschlussprüfung zugelassen wird, hängt von der regelmäßigen und erfolgreichen Teilnahme am Ausbildungsprogramm ab. Die Prüfung selber besteht aus einem praktischem und einem theoretischem Teil. Die mündliche Prüfung dauert ca. 20 Minuten und bei der praktischen müssen selbstständig, eine Diagnose festgestellt und eine Behandlung vorgeschlagen werden.

Spätere Beschäftigungsmöglichkeiten

Um der Arbeit eines Masseurs und medizinischen Bademeisters nachzugehen, kann man sich in einem Krankenhaus, einer Spezialklinik, einem Rehabilitationszentrum, einer Kureinrichtung, Arztpraxis oder sportmedizinischer Einrichtung bewerben. Nach einer bestandenen Prüfung kann aber auch eine leitende Position angestrebt werden, dies geschieht durch eine Aufstiegsweiterbildung. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, dass wer eine Hochschulzugangsberechtigung hat, ein Studium in Betracht ziehen kann.

Massagen durchzuführen ist eine körperlich sehr anstrengende Arbeit, dazu kommt der unmittelbare Kontakt mit den Patienten. Professioneller Umgang mit Behinderten ist auch nicht jedermanns Sache, darum sollte jeder, der diesen Beruf in Betracht zieht, erst einmal ein Schnupperpraktikum machen, um zu sehen, ob er dieser Arbeit gewachsen ist.

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