Sind liposome schädlich?

Liposome sind nicht schädlich. Liposome beschreiben lediglich den Aufbau, die Struktur von sehr kleinen Kügelchen. Diese Kügelchen bestehen aus einer Membran mit Doppelschicht. Die membranbildenden Moleküle bestehen aus einer hydrophilen/lipophoben, sowie über einen hydrophoben/lipophilen Schicht.1

Die hydrophoben Teile der Moleküle sind zueinander gerichtet, so dass sie geringen Kontakt zur wässrigen Phase haben, wohingegen die hydrophilen Teile der Moleküle zur wässrigen Phase innerhalb und außerhalb des Liposoms gerichtet sind:

Liposome Illustration | Sind liposome schädlich? |

In einem anderen Artikel wurde ausführlich geschrieben „Was Liposome sind“ und was es mit der Bioverfügbarkeit auf sicht hat. In diesem Artikel geht es darum zu hinterfragen, ob Liposome schädlich sind.

Durch die sphärischen Form ist das Innere sehr empfänglich für die Aufnahme einer Vielzahl von lipophilen Substanzen. Und hier können jetzt „schädliche“ Inhaltsstoffe einlagern.

Die Größte Herausforderung besteht darin bei der Produktion bedenkliche Stoffe zu verwenden, die zu allergischen Reaktionen kommen können.1 Bei einigen Medikamenten sind natürlich Hilfstoffe nötig, damit die Substanz Transportfähig wird. Auch im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel neigen einige Hersteller dazu, fragwürdige Substanzen zu verwenden. Aber das ausgenommen, können weitere Bedenken bestehen?

Jein.

Durch die liposomale Formulierung können empfindliche Stoffe vor einer möglichen Metabolisierung/enzymatischen Abbau geschützt werden. Zudem können Liposomen die Plasmahalbwertszeit verringern, sodass die Substanzen länger im Blut sich aufhalten. Eine Überdosierung kann die Folge sein.

Es ist also eine Interpretationssache. Möchte man die Substanz, die sich in den Liposomen befinden, viel und lange im Blut haben oder nicht?

In vielen Fällen mag das der Fall sein: Zum Beispiel sind wasserlösliche Vitamine. Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören die B-Vitamine: B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), B8 (Biotin), B9 (Folsäure), B12 (Cobalamin). Und natürlich das bekannte Vitamin C.

Wasserlösliche Vitamine kann der Körper nicht speichern und scheidet diese wieder aus. Daher ist es sinnvoll diese verteilt am Tag zur Verfügung zu stellen.

Quellen: