Kaufmann oder Kauffrau im Gesundheitswesen

Kaufmann-Kauffrau-Gesundheitswesen
Der Kaufmann- oder frau im Gesundheitswesen, ist in Deutschland eine staatlich anerkannte Berufsgruppe. Allerdings gibt es sie auch noch nicht allzu lange. Eingeführt wurde der Beruf erst im Jahr 2001, da die Verwaltungsarbeit im Gesundheitswesen immer mehr und immer vielfältiger wurde. Die so dringend gebrauchten Arbeitsplätze mussten geschaffen werden und so wurde ein neuer Beruf geboren.

Die Ausbildung

Allein im Jahr 2011 wurden in Deutschland 1445 Ausbildungsverträge geschlossen. Eine Ausbildung findet in einem Ausbildungsbetrieb statt und auch eine Berufsschule muss besucht werden. Normalerweise dauert die Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen 3 Jahre, sie kann aber unter gewissen Umständen auch auf 2 Jahre verkürzt werden. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung ist eine Umschulung als Krankenschwester oder auch als Altenpflegerin möglich. In der Ausbildung werden mehrere Geschäftsprozesse erlernt, zum Beispiel, die Erfassung, Steuerung und der Marktanalyse, sowie das Abrechnen von Dienstleistungen.

In der Berufsschule kommen Fächer wie Sozialkunde, Englisch, Sport und Deutsch dazu. Nach der Ausbildungszeit in einem Betrieb müssen mehrere Abteilungen durchlaufen werden. Darunter sind die Personalabteilung, die Buchhaltung und die Abrechnungsstelle. Am Ende der Ausbildung wird durch eine schriftliche und eine mündliche Prüfung festgestellt, was gelernt wurde. Die Prüfer kommen aus einem Krankenhaus, aus der Pflege und von einer Krankenkasse.
Im ersten Ausbildungsjahr wird gelernt, wie Betriebssysteme und Standardsoftware angewendet werden. Wie Arbeiten in einem Team geplant und bearbeitet, und wie Kosten ermittelt und überwacht werden.

Während des zweiten Jahres, wie die Vermittlungen von Kundenkontakten genutzt und gepflegt werden, wie eine Ausschreibung vorbereitet wird und Angebote eingeholt werden. Außerdem erhält man Informationen über die Logistik im Materialeinsatz.

Im dritten Jahr wird gelehrt, wie Gebührenordnungen und Entgeltformen betriebsbezogen angewendet werden. Wie eine Abrechnung durchgeführt wird und es wird der Bedarf von Produkten ermittelt. Die Erstellung von Finanz- und Liquidierungsplänen steht ebenfalls auf dem Lehrplan. In der Berufsschule werden dem Schüler Geschäftsprozesse und Dienstleistungen näher gebracht, und wie das Ganze verwaltet wird.

Der Verdienst in der Ausbildung!

Vom ersten bis zum dritten Lehrjahr kann mit einer Vergütung zwischen 654 Euro und 752 Euro gerechnet werden. Eine gute Voraussetzung für eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen sind gute Schulnoten in den Fächern Wirtschaft, Mathematik und Deutsch.

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es auch!

Eine Weiterbildung zu einer staatlich geprüften Fachwirtin im Sozialwesen, einer Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen oder als eine staatlich geprüfte Betriebswirtin für ein Krankenhaus ist möglich. Als Kauffrau im Gesundheitswesen müssen Arbeiten wie das Organisieren von Geschäfts- und Leistungsprozessen beherrscht werden, außerdem das Entwickeln von Dienstleistungsangeboten und das Übernehmen von Aufgaben im Qualitätsmanagement oder Marketing.

Wo wird gearbeitet?

Die Arbeitsplätze befinden sich überwiegend in Krankenhäusern, medizinischen Laboratorien und in Arztpraxen. Eine Beschäftigung bei einer Krankenkasse oder einem Rettungsdienst ist auch möglich.

Die Arbeit im einzelnen!

Bei einer Beschäftigung in einem Krankenhaus empfängt eine Kauffrau im Gesundheitswesen, die Patienten und überprüft die Überweisungsscheine. Sie hilft den Patienten beim Ausfüllen des Aufnahmeformulars und beantwortet eventuelle Fragen von ihnen. Wenn der Patient dann wieder entlassen wird, ist sie dafür zuständig, dass die Abrechnungen korrekt gestellt und an die dafür zuständigen Krankenkassen weitergeleitet werden.

Auf der Karriereleiter nach oben

Um beruflich weiter zu kommen, kann eine Aufstiegsweiterbildung ins Auge gefasst werden. Diese endet dann, wenn eine Prüfung zur Betriebswirtin oder zur Fachwirtin abgelegt wird. Natürlich sind die Verdienstmöglichkeiten wie bei jeder Fortbildung besser.

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