Gymnastikball – Balance Ball Übungen und Tipps

Ein tolles Trainingsgerät ist der Balance Ball, den es sowohl als Ball oder als halben Ball gibt. Der Balance Ball ist wie der Name schon sagt ein Sportgerät, mit dem man die Balance trainieren kann. Auch sonst ist er vielseitig einsetzbar und in den Alltag integrierbar.

gymnastikball

Der runde Ball

In vielen Physiotherapiepraxen ist er zu finden, der große dicke runde luftgefüllte Ball in unterschiedlichen Größen und Farben. Er wird dort eingesetzt, um Patienten mit Rücken- und Gelenkproblemen und Erkrankungen im Heilungsprozess zu unterstützen. Des weiteren findet sich dieser Ball in zahlreichen Geburtskliniken und Kreisssälen zur Unterstützung der werdenden Mutter unter der Geburt. Aber auch viele Menschen haben ihn als Sitzmöglichkeit kennen und schätzen gelernt. Gerade wer unter Rückenproblemen leidet oder erst kürzlich eine Bandscheiben Operation hinter sich gebracht hat, der muss auf seine Haltung und auf einen guten Muskelaufbau im Stützapparat achten. So kann er zumindest zeitweise als Bürostuhl eingesetzt werden. Man nimmt auf ihm Platz und muss ständig minimale Ausgleichsbewegungen machen, um gerade zu sitzen und nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Diese Bewegungen bauen dann Muskelmasse im Stützapparat auf und so werden die Rückenschmerzen allmählich ganz von alleine verschwinden. Wem diese Art zu unsicher ist, der bekommt für den Ball auch ein Gestell. Man hat nun nach wie vor den Trainingseffekt, aber ein wegrutschen oder wegrollen ist nun nicht mehr möglich.

Der halbrunde Ball

Die Halbkugel also der halbrunde Ball ist ebenfalls ein hervorragendes Trainings- und Sportgerät, welches sogar von Profisportlern eingesetzt wird. Es gibt zahlreiche Übungen, die sowohl die Kondition, wie auch die Koordination und die gesamte körperliche Fitness aufbauen und fördern.

Material und mehr

Beide Geräte bestehen aus hochwertigem gummiartigem Kunststoff, der extremen Belastungen Stand hält. In der Regel wird der Ball mit einer dazugehörigen Pumpe sowie mit einer Anleitung für Übungen geliefert. Mal gibt es die Übungen auf DVD oder auch mal in Heftform mit Abbildungen zum Nachturnen, einige Hersteller bieten die Übungsanleitungen auch zum Download über die jeweilige Homepage an. Die Bälle gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben. Für Erwachsene eignen sich Bälle mit einem Durchmesser von mindestens 60 cm am besten. Das Material ist pflegeleicht, einfach nur mit einem feuchten Tuch abwischen, fertig! Der Ball sollte allerdings nicht der prallen Sonne über einen längeren Zeitraum ausgesetzt werden, da das Material sonst porös werden könnte.

Übungen, Tipps

Für den Anfänger und Einsteiger eignen sich erst einmal kleine Übungen. So das reine Sitzen und ausbalancieren für täglich zehn Minuten. Schon alleine diese Übung, die im eigentlichen Sinne kein Sport ist, wird viel bewirken. Danach geht es weiter der runde Ball wird genutzt, um von da aus Turnübungen zu machen, dazugehören Übungen wie zum Beispiel:

  1. Sitzhaltung mit leicht gespreizten Beinen auf dem runden Ball einnehmen, der Unterkörper bleibt in Sitzhaltung die Arme werden nach oben gestreckt oder die Arme werden zur Seite hingestreckt, dabei immer darauf achten, dass man das Gleichgewicht hält.
  2. Sitzhaltung einnehmen, sich vorbeugen und wieder darauf achten, dass man nicht vom Ball rutscht.
  3. In der Gruppe können auch alle Teilnehmer auf Bällen sitzen und sich nun gegenseitig einen kleinen Ball zu werfen.
  4. Ebenfalls ist eine Gruppenübung, dass sich die Teilnehmer einen Ball oder einen Gymnastikkegel weiter reichen.

In der Regel werden diese Übungen im Reha-Sport betrieben.

Übungen mit dem halbrunden Ball

Hier geht es dann schon wesentlich sportlicher aktiver los. Der halbrunde Ball kann sowohl auf der runden wie auf der flachen Seite liegend genutzt werden. Beide Flächen sind rutschfest.

Übungsbeispiele:

  • Der Ball liegt auf der flachen Seite, nun mit einem Bein auf die Halbkugel steigen und Arme hoch heben und gleichzeitig das Bein, welches nicht auf der Halbkugel steht, hochheben. Diese Übung mag sich einfach anhören, hat es aber in sich. Immerhin muss das Gleichgewicht gehalten werden und es werden zahlreiche Muskelpartien dabei angesprochen.
  • Für Fortgeschrittene, den Ball auf die Rundung legen, sich in Position für Liegestütz begeben und dabei den Ball seitlich am Rand greifen. Es werden nun Liegestütz ausgeführt, bei denen der Ball sich bewegt, somit muss der Körper wieder Ausgleichsbewegungen ausführen und es werden auch hier wieder mehr Muskeln trainiert als bei den traditionellen Liegestützen.

Tipps – gemeinsam macht alles mehr Spaß und unter professioneller Anleitung lernt man mehr und besser. Daher sollte man sich für Übungen mit dem Balance Ball Gleichgesinnte suchen und sich in einem Sportverein anmelden.

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