Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

Patientin

Man kümmert sich als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in fürsorglich um kranke und pflegebedürftige Kinder und Babys, aber auch Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter. Es werden Aufgaben der Betreuung und Pflege durchgeführt und die ärztlich veranlassten Therapien umgesetzt. Das Assistieren bei Behandlungen und Untersuchungen ist ebenso interessant wie das dokumentieren der Behandlungsdaten einzelner Patienten. Bei kleinen Patienten ist es wichtig, eine gute Beobachtung notwendig um die raschen Veränderungen zu bemerken und reagieren zu können. Anders als bei der Betreuung von Erwachsenen können sich Säuglinge und Kinder meist noch nicht richtig mitteilen.

Persönliche Anforderungen im Beruf

begleitenDer Beruf fordert von der ausübenden Person eine Menge Beobachtungsgabe und auch den Wunsch sich Menschen zu widmen. Es muss der Wille bestehen den kleinen Menschen helfen zu wollen und auch den damit verbundenen Schichtdienst absolvieren zu können. Auch vor Blut und Ausscheidungen darf keine Scheu bestehen, da man Verletzungen versorgen muss und sich um die Grundpflege kümmern soll. Die Einstellung sollte sozial sein und auch mit Verlusten umgegangen werden können. Auch Kinder können in frühem Alter erkranken und sterben.

Voraussetzungen für den Beruf / Ausbildung / Studium

Als wichtige Voraussetzung sollte man ausreichend Einfühlungsvermögen mitbringen. Es ist erforderlich ein gutes Wissen in Mathematik und Rechtschreibung zu haben. Ein gewisses planerisches Talent sollte wie eine gute Beobachtungsgabe zu den Fertigkeiten gehören. Die Grundvoraussetzung ist eine mittlere Reife, aber auch ein Hauptschulabschluss wird unter bestimmten Voraussetzungen angenommen. Eine wichtige Zulassungsbedingung ist die ärztliche Eignung durch die Bestätigung eines Attests. Von Vorteil ist das absolvieren eines freien sozialen Jahres im Pflegebereich. Junge Auszubildende müssen vor dem Beginn und unter 18 Jahren eine zusätzliche Untersuchung aufgrund des Jugendarbeitsschutzgesetzes vorlegen. Einige Einrichtungen bestehen auf eine entsprechende Konfession und Zugehörigkeit.

Die Ausbildung

Buch_vorlesenBei der Ausbildung zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in wird eine theoretische und auch praktische Schulausbildung durchgeführt. Den praktischen Ausbildungsteil absolvieren die Auszubildenden direkt in den Krankenhäusern und Kliniken. Man muss bei der Ausbildung mit einer Dauer von 3 Jahren in Vollzeit rechnen. Es ist bei Vollzeitpflegeausbildungen mit zusätzlichem Abschluss mit einer Dauer von insgesamt 3 bis 3,5 Jahren zurechnen. Wie in anderen Lehrberufen auch kann eine Verkürzung der Ausbildungszeit erfolgen. Den Unterricht erhalten die Auszubildenden in Kinderkrankenpflegeschulen mit direkter Angliederung an die Fachabteilungen der Kliniken. Es wird wöchentlich oder auch blockweise in den Berufsschulen unterrichtet. Die Abschlussprüfung wird durch einen schriftlichen, mündlichen und auch praktischen Teil absolviert.

Die Qualifizierung

Nach der abgeschlossenen Ausbildung muss man sich für eine Qualifizierung in eine Fachrichtung entscheiden. Meist besteht die Möglichkeit, in Krankenhäuser zur Stationspflege oder auch der Intensivpflege zu wechseln. Die Einordnung in die verschiedenen Fachgebiete bietet mehr Abwechslung im Beruf. Es kann zur Chirurgie, Dermatologie oder auch der inneren Medizin gewechselt werden. Auch im ambulanten Dienstleistungsbereich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zu spezialisieren. Im Bereich der Pflegeberatung kann man sich auch unterschiedlich einbringen.

Einsatzorte

Die Einsatzorte der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in sind im Wesentlichen die Krankenstationen der Krankenhäuser, Kliniken und Fachpraxen. Überwiegend ist man in den Patientenzimmern, Behandlungsräumen und Untersuchungszimmer beschäftigt. Der Einsatz ist aber auch in Wohnheimen oder Gesundheitszentren für Kinder gefordert. Kranke Kinder und Jugendliche sind auch in Pflegeheimen oder Einrichtungen zur Kurzzeitpflege untergebracht und müssen dort gepflegt werden. Als Dienstleister im ambulanten Bereich ist der Arbeitsort direkt bei den Hilfebedürftigen zu Hause. Tätigkeiten zur Dokumentation von Patientendaten werden in den Büroräumlichkeiten ausgeführt.

Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf

Protokoll_erstellenAls Kinderkrankenpfleger kann man sich permanent weiterentwickeln, um fachlich auf dem aktuellen Stand zu sein. Man hat die Chance sich zum einen in der Haus- und Familienpflege weiterzubilden, um dort intensiver das Thema Hygiene zu betrachten oder eine bessere medizinische Dokumentation zu verrichten. In der gesamten Medizintechnik gibt es immer wieder Neuentwicklungen, denen man sich stellen muss. Ein beruflicher Aufstieg kann mit der Weiterbildung zur Fachkinderkrankenschwester/-Pfleger erfolgen. Mit Weiterbildungen kann man auch Führungsqualitäten erhalten und zum Stationsleiter oder Fachwirt aufsteigen. Mit der Hochschulzugangsberechtigung bekommt man nach der Ausbildung auch gute Möglichkeiten ein Studium zu absolvieren. Auch die Wege der Existenzgründung stehen offen und können eingegangen werden.

Der Alltag des Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

Den Tag verbringt eine Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin mit dem Wecken und Versorgen der Patienten bis hin zum Zubettgehen. Es kann viel passieren über den Tag verteilt, denn jedes Kind benötigt seine ganz individuelle Pflege. Man unterstützt je nach Krankenstand die kleinen Patienten bei der Grundpflege und der Nahrungsaufnahme. Danach werden Therapien und Untersuchungen durchgeführt, die durch die Krankenpfleger/in vorbereitet und begleitet werden. Am Ende der Schicht werden die einzelnen Patientendaten dokumentiert. Den Anweisungen der Ärzte wird stets Folge geleistet.

(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)

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