Feldwebel – Sanitätsdienst

Blutdruck_messen

Was ist das für ein Beruf?

Der Feldwebel – Sanitätsdienst erfüllt seine Aufgaben direkt in der Bundeswehr. Der Beruf entspricht auch dem im zivilen Gesundheitswesen. Man kümmert sich um die Versorgung und Pflege von Patienten, assistiert bei Operationen und führt Laboruntersuchungen durch. Zu den Aufgaben des Sanitätsdienst gehört auch die Erstversorgung und die lebensrettenden Maßnahmen sowie der Transport von den Patienten. Es gibt bei der Bundeswehr nur fünf mögliche Laufbahnen als Feldwebel im Dienst zu sein, eine Laufbahn ist die des Feldwebels im Sanitätsdienst. Den Dienstgrad des Feldwebels erhält man erst nach der eigentlichen Soldatenlaufbahn und einer weiteren Ausbildungszeit. Den Sanitätsdienst kann man ohne akademisches Studium ausführen. Ein Feldwebel bei der Bundeswehr muss sich für eine bestimmte Dienstdauer verpflichten.

Persönliche Anforderungen im Beruf

Um den Beruf ausüben zu können, sollte man über ein gutes rechnerisches Denken und auch ausreichend gute sprachliche Deutschkenntnisse verfügen. Die körperliche Leistungsfähigkeit muss ebenso vorhanden sein wie Genauigkeit und ein allgemeiner Intellektueller Grad. Man muss sich auch gut alleine und im Gelände zurechtfinden können, denn das kann während Einsätzen durchaus eine zu bewältigende Aufgabe sein. Man sollte ein soziales Verhalten seinen Mitmenschen gegenüber mitbringen. Auch Situationen mit Verletzten und insbesondere Blut sollte man ohne Probleme gegenübertreten können. Es ist wichtig flexible Arbeiten und selbstständig handeln zu können. Die Gabe schnell und zuverlässige Entscheidungen treffen zu können ist wichtig und wird zu dem auch während der Ausbildungszeit gefördert.

Voraussetzungen für den Beruf / Ausbildung / Studium

MassnahmenBei der Ausbildung zum Feldwebel wird der Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Es gibt zu dem einige Ausbildungsstufen zu erreichen, bevor die Laufbahn des Feldwebels in Frage kommt. Besondere Fähigkeiten sollte man in der Rechtschreibung und dem Ausdrucksvermögen mitbringen. Das Rechnen muss beherrscht werden und die körperliche Koordination sollte als eine wichtige Voraussetzung mitgebracht werden. Zur Ausbildung gehört neben der Grundausbildung auch die Ersthelferausbildung. Durch weitere Bereiche wie Gefechtsdienst und auch der Wachausbildung wird man nach und nach auf den Dienst des Feldwebels hingeführt. Die Dauer bis zur Beförderung zum Feldwebel dauert insgesamt bis zu drei Jahren. Die Ausbildungen finden in den Truppen der Kasernen und in der Sanitätsakademie statt. Als Feldwebel erlernt man nicht nur das fachliche Wissen, sondern darüber hinaus auch die Fähigkeit zur Leitung von Soldaten. Um als Feldwebel voranzukommen, muss man ein gutes Durchsetzungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein haben.

Die Ausbildung

Der Sanitätsdienst wird in wechselnden Ausbildungsabschnitten ausgebildet und lebt vorwiegend in eine Gruppenunterkunft in der Kaserne. Um die Laufbahn des Feldwebels einschlagen zu können, ist eine Verpflichtung zum Wehrdienst von meist 13 Jahren notwendig. Nur mit bereits vorhandenen Bildungsvoraussetzungen kann die Zeit entsprechend verkürzt werden. Nach dem Dienst bei der Bundeswehr kann die Ausbildung als entsprechende zivilberufliche Qualifizierung anerkannt werden. Der Berufsabschluss wird dann als Krankenpfleger, Rettungsassistent oder auch pharmazeutisch technischer Assistent bezeichnet. Den Abschluss als Feldwebel bekommt man zunächst nach 3 Jahren und entsprechend bestandener Prüfung. Zur Ausübung der Ausbildung müssen wie in anderen Soldatenlaufbahnen bestimmte Mindestaltersgrenzen und Höchstaltersgrenzen eingehalten werden.

Die Qualifizierung

Eine Qualifizierung zur Aufnahme der Ausbildung erfolgt stets über einen Eignungstest, der entweder zur Eignung oder Ausmusterung führt. Die Laufbahn kann nur von deutschen Staatsbürgern eingeschlagen werden. Hohe Schulden und Vorstrafen können zur Nichteignung der Kandidaten führen. Auch die körperlichen Voraussetzungen mit einer Mindestgröße von 155 Zentimetern müssen erfüllt sein.

Einsatzorte

Der Feldwebel wird üblicherweise in den Kasernen der Bundeswehr eingesetzt und ist dort für die Dauer seiner Tätigkeit stationiert. Es kann Situationen geben, in denen der Soldat auch zu Auslandseinsätzen berufen wird und seinen Dienstsitz dementsprechend verlagert. Die Arbeiten werden dann vor Ort in den Krankenstationen und Behandlungsräumen der Bundeswehr ausgeübt. Die verwaltungstechnischen Tätigkeiten erfolgen in Büroräumen. Diverse Tätigkeiten werden auch in Laboreinrichtungen ausgeübt, um Analysen von Untersuchungen durchzuführen. Da man stets auf den Ernstfall vorbereitet sein muss, finden in regelmäßigen Abständen auch Übungen, statt zu denen der Bedienstete dann auch eingesetzt wird.

Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf

VorschriftenMan kann sich bei der Bundeswehr immer wieder weiter qualifizieren und deine berufliche Weiterbildung vorantreiben. Es ist wichtig, immer auf dem neusten fachlichen Wissensstand zu sein. Nach dem Wehrdienst kann man in einen geeigneten Zivilberuf einsteigen. Bei der Bundeswehr kann man verschiedene Bereiche absolvieren und sich Bereichsspezifisch spezialisieren. Die Eingliederung in die jeweiligen Bereiche Heer, Luftwaffe, Marine oder auch dem zentralen Sanitätsdienst sind möglich. Nach der Laufbahn des Feldwebels kann sich der Soldat mit der Karriere als Offizier durchsetzen. Auch das Studium in einem der fachspezifischen Bereiche der Medizin ist möglich.

Der Alltag des Feldwebels – Sanitätsdienst

Als Soldat bei der Bundeswehr wird auch der Feldwebel im Sanitätsdienst sich den täglichen Herausforderungen der Patienten stellen. Krankheiten werden bekämpft und Untersuchungen durchgeführt. Die regelmäßigen Truppenübungen und Einsätze sind auch für die Soldaten im Sanitätsdienst ein wichtiger Bereich. Gefechte können jeden Tag vorkommen und erfordern die Bereitschaft und das Wissen eines jeden Soldaten. Die Aufgaben werden in den Laboren, Krankenhäusern und Behandlungszimmern der Kasernen durchgeführt.

Gehaltbeispiele (Stand Januar 2009):

Sanitätssoldat (FA)/Flieger (FA)/Matrose (BA)
19 Jahre, ledig
Ca. 1.470,– e netto

Stabsunteroffizier (FA)/Obermaat (BA)
21 Jahre, ledig
Ca. 1.540,– e netto

Feldwebel/Bootsmann
25 Jahre, ledig
Ca. 1.670,– e netto

Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann
28 Jahre, verheiratet, Steuerklasse III
Ca. 2.130,– e netto

Dies ist nur eine Beispiel Rechnung. Das Gehalt ist abhängig vom Besoldungsrecht, Alter, Rang, Steuerklasse und Familiären Zustand.

(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.