Fachunteroffizier – Sanitätsdienst

Fliegende_Intensivstation

Als Fachunteroffizier – Sanitätsdienst ist man bei der Bundeswehr beschäftigt und kümmert sich um kranke Patienten oder verwaltet den Medikamenten-Haushalt. Der Beruf entspricht eigentlich den gleichen Voraussetzungen wie im zivilen Gesundheitswesen. Der Arbeitgeber ist jedoch der Staat selbst und bietet damit alle sich daraus ergebenden Vorzüge. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich als Unteroffizier bei der Bundeswehr unter Beweis zu stellen. Eine Laufbahn als Unteroffizier ist der Sanitätsdienst mit einer festgelegten Dienstzeit. Die Fachunteroffiziere sorgen dafür dass die Soldaten und Soldatinnen gesund werden und auch bleiben. Dazu gehören die Behandlungen von Krankheiten und auch die Vorsorge der Gesundheitserhaltung.

Persönliche Anforderungen im Beruf

Immer mehr Frauen im Dienst

Immer mehr Frauen im Dienst

Um im Beruf Fachunteroffizier–Sanitätsdienst arbeiten zu können, muss man bereits sein sich für eine bestimmte Dauer verpflichten zu lassen. Man muss den Spaß am Umgang mit Menschen mitbringen und bei der Dienstzeit in der Bundeswehr auch bereit sein für das Land entsprechend zu dienen. Mit Einfühlsamkeit und Sozialem Interesse kann man den Beruf sicher meistern. Neben organisatorischem und praktischem Geschick sollte man keine Angst vor Wunden oder Verletzungen haben. Auch der Umgang mit Verlusten wie dem Tode von Patienten muss akzeptiert werden können. Man sollte seine Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen und sich damit identifizieren können. Auch die Bereitschaft für längere Zeit auf Auslandseinsätze zu gehen sollte vorhanden sein. Die Fachunteroffiziere werden auch bei Übungen und Einsätzen der Bundeswehr im Ausland benötigt. Als Unteroffizier muss man ein bestimmtes Maß an Disziplin mitbringen, um auch seine Führungsaufgaben der Mannschaft gegenüber darlegen zu können. Man sollte in einer körperlich guten Verfassung sein, um den Leistungsanforderungen im militärischen Dienst gerecht werden zu können.

Voraussetzungen für den Beruf / Ausbildung / Studium

Den Beruf des Fachunteroffiziers – Sanitätsdienst dürfen nur deutsche Mitbürger antreten. Darüber hinaus ist ein tadelloses Führungszeugnis ohne Vorstrafen vorzuweisen. Auch das Schuldenkonto darf nicht zu hoch belastet sein, da man sonst für den Wehrdienst ausgeschlossen wird. Um die Anwartschaft der Unteroffiziere beginnen zu dürfen, muss eine Mindest- und Höchstaltersgrenze berücksichtigt werden. Diese liegt zwischen 17 und 30 Jahren. Bei höheren Dienstgraden ist meist keine Altersgrenze mehr vorhanden. Die Ausbildung zum Fachunteroffizier – Sanitätsdienst erfordert mindestens den Hauptschulabschluss. Auch die körperlichen Voraussetzungen mit einer Mindestgröße von 155 Zentimetern müssen erfüllt sein, um die Anwartschaft zu beginnen. Insbesondere die Schulfächer Deutsch, Sport und Biologie sind wichtige Voraussetzungen im Beruf als Sanitätsdienst. Es werden durch Eignungstests Vorauswahlen getroffen, die einen guten Überblick über die Fähigkeit und die Verwendung der Personen geben.

Die Ausbildung

Rechtzeitig bewerben!

Rechtzeitig bewerben!

Bei der Ausbildung zum Sanitätsdienst werden unterschiedliche Abschnitte absolviert. Wenn man noch keine Sanitätsausbildung als Vorbildung oder eine vergleichbare Ausbildung hat, beginnt dieser Teilbereich. Wie auch im zivilen Einsatzbereich gehört zur Ausbildung die Erste Hilfe und Verbandslehre. Der Körper mit seinem Aufbau und den Funktionen ist ein weiterer Teil des ersten Ausbildungsabschnittes. Dazu kommen noch Instrumenten- und Gerätekunde sowie die Lehre der Arzneimittel und Medizinprodukte. Man wird zusätzlich zum Einsatzersthelfer A ausgebildet und erlernt die besonderen Verletzungsmuster bei einem Einsatz. Als Fachunteroffizier – Sanitätsdienst wird man auch für den Gefechtsdienst ausgebildet. Dazu gehört Bewegung im Gelände sowie das Zurechtfinden. Neben Tarnung wird man auch für die Verteidigung aus Alarmstellungen ausgebildet. Dies erlernt man im Rahmen der Grundausbildung bei der Bundeswehr in den ersten Monaten bereits. Die Ausbildung findet in den Kasernen der Bundeswehr statt und in den jeweiligen Sanitätsakademien. Nach 12 Monaten erfolgt die Beförderung zum Unteroffizier.

Die Qualifizierung

Man kann sich auch als Sanitätsdienst in speziellen Fachrichtungen spezialisieren. Dies kann zum einen der zahnmedizinische oder auch allgemein medizinische Bereich sein, aber auch Labortätigkeiten betreffen. Eine weitere Qualifikation ist die Zuordnung in den Apothekenbereich der Bundeswehr. Die einzelnen Qualifikationen werden dann in den jeweiligen militärischen Organisationen wie Marine, Heer, Luftwaffe oder auch zentraler Sanitätsdienst ausgeübt.

Einsatzorte

Der Fachunteroffizier kann je nach Fachgebiet in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Bei Auslandseinsätzen und Übungen sind die Diensthabenden mit vor Ort im Krisen- oder Übungsgebiet. Aber auch in den örtlichen Kasernen werden die Unteroffiziere stationiert. Der Arbeitsplatz kann sich ebenfalls in Behandlungs- und Untersuchungsräumen befinden. Auch in Verwaltungsgebäuden und Laborräumen kann ein Sanitätsdienst untergebracht sein.

Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf

Als Sanitätsdienst kann man nach der Grundausbildung die jeweilige Ausbildungsrichtung einschlagen. Eine regelmäßige Weiterbildung im Fachbereich sowie anderen zivilberuflichen Themen ist jederzeit möglich. Man sollte immer weiter an seinem Fachwissen arbeiten, um neue Entwicklungen zu erlernen und Kenntnisse aufzufrischen. Es werden auch Seminare zur weiteren Qualifizierung in Themen wie Sportmedizin, Pflege und Gesundheit angeboten. Um nach der Dienstzeit wieder in den zivilen Beruf einsteigen zu können, werden EDV und Bewerbungstraining angeboten. Die Laufbahn in der Bundeswehr kann nach dem Grad des Fachunteroffiziers der Rang des Feldwebels oder des Offiziers im Sanitätsdienst werden.

Der Alltag des Fachunteroffizier – Sanitätsdiensts

Im Allgemeinen ist der Alltag des Fachunteroffiziers recht abwechslungsreich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Aufgaben zu erledigen. Je nach dem, in welchem Bereich man sich eingegliedert hat, finden die Arbeiten in den Räumlichkeiten statt. Bei Einsätzen und Übungen kann der Tagesablauf sehr spannend aber auch gefährlich werden. Von Untersuchungsmaßnahmen der Soldaten bis hin zur Prüfung der Medikamentenvorräte kann der Alltag unterschiedlich gestaltet sein. Sport und Truppentraining stehen ebenfalls auf dem Programm des Sanitätsdienst.

Die Besoldung

Die Dienstbezüge beinhalten das Grundgehalt, den Familienzuschlag, Zulagen sowie Auslandsdienstbezüge. Das Grundgehalt steigt abhängig von Beförderungen (Besoldungsgruppen) und vom Besoldungsdienstalter (Stufen). Die Höhe möglicher Zulagen richtet sich nach der ausgeübten Verwendung. (Bundeswehr)

Beispiel-Rechnung:
Sanitaetsdienst_Gehalt

(Bildquelle: PIZ Luftwaffe, Sanitätsdienst-Bundeswehr)

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