Ergotherapeut/in

Ruecken
Ziel einer Ergotherapie ist es, die Bewegungsfähigkeit je nach Krankheitsbild zu fördern und zu erhalten. Aber auch die soziale, psychische und geistige Selbstständigkeit soll gefördert und erhalten werden. Die Ergotherapie wird von ausgebildeten und staatlich anerkannten Ergotherapeuten/in geplant und durchgeführt.

Persönliche Anforderungen

Als Ergotherapeut/in sollte man die Fähigkeit besitzen, sich auf unterschiedliche Menschen und ihre Bedürfnisse einstellen zu können. So hat man mit Menschen aus allen Altersgruppen und mit den unterschiedlichsten Erkrankungen und individuellen Förderungsbedürfnissen zu tun. Zudem sollte man empathisch sein und viel Geduld gegenüber seinen Patienten aufbringen können. Auch Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Verantwortlichkeit sollte mitgebracht werden. Ebenso ist das Vorhandensein von Kreativität und gestalterischem Geschick ein Vorteil. Ergotherapeut/in sollten auch über eine gefestigte psychische und mentale Stärke verfügen, um den Alltag mit den Patienten und den individuellen Schicksalen meistern zu können.

Voraussetzungen um den Beruf zu erlernen

Um eine Ausbildung absolvieren zu können, muss der Bewerber über die mittlere Reife verfügen oder schon bereits eine Ausbildung absolviert haben. Ebenso kann die Ausbildung zum Ergotherapeuten absolviert werden, wenn ein Hauptschulabschluss vorhanden ist und eine mindestens zweijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde. Wenn der Bewerber unter 18 Jahren alt ist, dann muss er vor Ausbildungsbeginn nach § 32 des Jugendarbeitsschutzgesetzes eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, die ihm die physische und psychische Eignung zur Durchführung der Ausbildung attestiert.

Die Ausbildung

Die Ausbildung wird an einer staatlich anerkannten Berufsschule inklusive Praktika absolviert und dauert insgesamt 3 Jahre. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung, bestehend aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.
Bei der Ausbildung wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt, jedoch kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragt werden.

Während der theoretischen und praktischen Ausbildung zum Ergotherapeuten/in erlernt man Folgendes:

  • Alles rund um motorische Fähigkeiten, deren Förderung und Wiedererlangung
  • Hilfestellungen für den Patienten um seinen Alltag zu bewältigen
  • Handwerkliche und musische Beschäftigungen, die vor allem kranken, behinderten und alten Menschen zu Gute kommen
  • Wie eine psychosoziale Stabilisierung hergestellt wird
  • Kreative Techniken in der Therapie
  • Therapeutische Maßnahmen zu Wiedereingliederung des Patienten in sein Berufsleben

Während der Ausbildung wird auch ein Praktikum absolviert, in denen die erlernte Theorie umgesetzt und vertieft werden soll. Die Praktika können in unterschiedlichen Einrichtungen absolviert werden, zum Beispiel in Reha-Kliniken mit dem Schwerpunkt Orthopädie oder Psychiatrie.

Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung kann man zusätzlich Weiterbildungen, zum Beispiel zum Spieltherapeuten, absolvieren.

Einsatzorte

Die möglichen Einsatzorte für sind vielfältig. So können sie nicht nur in speziellen ergotherapeutischen Praxen, sondern auch in Krankenhäusern, Reha-Klinken, Altenheimen, Gesundheitszentren, Sozialstationen oder psychiatrischen Einrichtungen die Patienten mit Hilfe einer Ergotherapie unterstützen.

Der Alltag

Der Alltag des Ergotherapeuten/in besteht vor allem in der Planung und in der Durchführung ergotherapeutischer Maßnahmen. Der Tagesablauf variiert stark, ändert er sich doch je nach Förderungsbedarf und Erkrankung des Patienten, denn danach richtet sich die durchzuführende Therapiemaßnahme. Neben Bewegungstherapien werden auch Maßnahmen durchgeführt, die die motorischen Fähigkeiten der Hände fördern sollen, zum Beispiel basteln oder kneten.

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