Diabetes Typ 4

Unter dem Begriff Diabetes Typ 4 versteckt sich die sogenannte Schwangerschaftsdiabetes, auch bekannt unter Gestationsdiabetes. Die Krankheit wird als Schwangerschaftsdiabetes bezeichnet, weil sie erstmals in der Schwangerschaft auftritt, in den meisten Fällen reguliert sich nach der Geburt des Kindes bei der Mutter aber wieder der Zuckerstoffwechsel. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer Ausbildung einer Diabeteserkrankung des Typ 1 oder 2.

Was die werdende Mutter beachten sollte

Da es diverse Risikofaktoren gibt, die eine solche Erkrankung begünstigen, sollte die Frau schon vor der Schwangerschaft darauf achten, dass sie zum Beispiel Übergewicht vermeidet. Gibt es in der Familie schon Erkrankungen von Diabetes Typ 2, dann sollte sie ihren Gynäkologen darauf hinweisen. Weitere Faktoren, die auf eine solche Erkrankung hindeuten sind, Fehlgeburten mit unbekannter Ursache. Hat die Frau bereits ein Kind geboren und lag dessen Geburtsgewicht über 4500 g, so kann das ebenfalls ein versteckter Hinweis auf eine eventuelle Gestationsdiabetes sein. Auch Schwangere über 30 erkranken häufiger daran als jüngere Frauen. Hat bei einer früheren Schwangerschaft der Mutter schon einmal eine solche Diagnose bestanden, so wird das im Mutterpass eingetragen sein und der Arzt wird die werdende Mutter dann als Risikoschwangere einstufen und engmaschiger untersuchen, obwohl bei der weiteren Schwangerschaft nicht zwingend ebenfalls diese Erkrankung auftreten muss. Viele Schwangere fragen sich, warum ihr Gewicht während der Schwangerschaft so besonders kontrolliert wird, dies hat nichts mit einem Schönheitsideal zu tun, sondern eine größere Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann ebenfalls ein Indikator dafür sein, dass hier eine Schwangerschaftsdiabetes vorliegt. Bei einigen schwangeren Frauen tritt vielleicht irgendwann eine erhöhte Glucosetoleranz auf, dies spricht ebenfalls dafür, dass es sich um eine beginnende Schwangerschaftsdiabetes handeln kann.
Viele Ärzte gehen heute dazu über auch ohne die vorliegenden Risikofaktoren bei den schwangeren Frauen in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche einen oralen Glucosetoleranztest, auch Zuckerbelastungstest, zu machen. Bei den meisten schwangeren Frauen mit dieser Diagnose reicht eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, um eine Besserung zu erzielen. Dazu gehört die Nahrungsaufnahme auf mehrere Mahlzeiten täglich aufzuteilen, auf Vollkornprodukte zurückzugreifen statt auf Weißmehlprodukte, Verzicht auf zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke. Wichtig ist dann noch, dass auch die werdende Mutter für ausreichend Bewegung sorgt, also spazieren gehen oder auch schwimmen ist hier immer eine gute Unterstützung der Therapie. In den anderen Fällen muss mit einer Insulintherapie begonnen werden. Die Mutter sollte ihr Kind mindestens drei Monate stillen, denn damit reduziert sie das Risiko einer erneuten Schwangerschaftsdiabetes und auch einer Erkrankung am Diabetes Typ 2.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.