Diabetes Typ 1

Zuerst einmal kann gesagt werden, dass man mit seiner Diabeteserkrankung nicht alleine ist, etwa 400.000 Menschen leiden deutschlandweit an Diabetes des Typ I. Diese Stoffwechselerkrankung ist entweder angeboren oder der Betroffene erkrankt im Kindes- oder Jugendalter daran oder es handelt sich um den sogenannten „Alterszucker“, der vorwiegend bei Menschen jenseits der 65 auftritt. Leider muss gesagt werden, dass diese Krankheit bis heute nicht heilbar ist, der Betroffene muss also lernen, damit zu leben. Nach dem Stand der heutigen Forschung kann er das in der Regel sehr gut mit manchmal nur winzigen Einschränkungen.

Was es zu beachten gilt

Diabetes-Typ-1

Bei Diabetes Typ I ist eine Insulingabe unter die Haut mittels einer hauchfeinen Injektionsnadel zwingend erforderlich. Das bedeutet, dass der Patient grundsätzlich mehrmals pro Tag seinen Blutzuckerspiegel kontrollieren muss, in der Regel geschieht das vor der nächsten Nahrungsaufnahme. Anhand dieser Werte muss nun die benötigte Insulinmenge berechnet werden unter Berücksichtigung dessen, was man zu essen gedenkt. Spontane Mahlzeiten sind also beim Diabetiker eher nicht möglich. Das heißt vor der Mittagspause in der Firma muss man sich schon mal einen Überblick verschaffen darüber, was die Kantine heute anbietet oder was man außer Haus zu essen gedenkt. Dabei spielen rohe oder gekochte Gemüse und Fleisch eher eine untergeordnete Rolle, die Übeltäter, die es zu berücksichtigen gilt, sind die Kohlehydrate. Die beim Diabetiker als Broteinheiten zu Buche schlagen (BE). Diese Angaben der enthaltenen BE finden sich auch auf den Verpackungen von allen Lebensmitteln, zumindest sollten sie dort zu finden sein.

Für den Betroffenen gilt es des weiteren sich einen klaren Tagesplan auszuarbeiten, regelmäßige Mahlzeiten, gehören unbedingt dazu, dabei sind fünf Mahlzeiten besser als drei. Auch sollte der Diabetiker auf eine gute sportliche Auslastung achten, wobei hier auch immer der Blutzuckerspiegel im Auge zu behalten ist. Wer schon länger an dieser Krankheit leidet, wird seinen Körper schon kennen und rasch auf diverse Alarmsignale reagieren können. Des weitere sollte das direkte Umfeld über die Erkrankung informiert werden und darüber wie im Ernstfall zu verfahren ist. Auch sollte der Erkrankte auf sein Gewicht achten und sehen, dass er Übergewicht vermeidet.

Natürlich kann ein Diabetiker super gut in seinen Werten eingestellt sein, aber im Laufe der Zeit gibt es immer mal wieder Schwankungen und so kann eine erneute Einstellung erforderlich sein. Dazu muss der Patient meistens für einige Tage ins Krankenhaus, in leichteren Fällen kann das allerdings auch ein guter Hausarzt, der sich mit der Diabeteserkrankung gut auskennt, übernehmen. Schwankungen im Leben die die Diabeteserkrankung beeinflussen können sind bei Jugendlichen die Pubertät, bei Frauen eine Schwangerschaft und das Einsetzen der Wechseljahre, auch Stress kann den Blutzuckerspiegel negativ beeinflussen.

Gerade bei einer Schwangerschaft ist die werdende Mutter in kürzeren Intervallen zu untersuchen, als eine gesunde Schwangere. Daher ist eine Diabetikerin die schwanger wird immer als Risikoschwangere einzuordnen. Es kann, aber es muss nicht, zu Komplikationen in der Schwangerschaft kommen und auch bei der Geburt. In der Regel verlaufen aber sowohl die Schwangerschaft wie auch die Geburt völlig normal ab und die Mutter kann anschließend ein gesundes Kind in den Armen halten. Zu Geburtskomplikationen kommt es meistens dann, wenn das Kind sehr groß ist, zuckerkranke Frauen bekommen gerne Kinder, die sehr schwer und sehr groß sind. Kinder mit einem Geburtsgewicht von 4000 g oder 4500 g sind hier keine Seltenheit. Bekommt eine Frau, bei der bisher noch keine Diabeteserkrankung diagnostiziert wurde ein Kind mit diesem Gewicht wird in der Regel dann auf jeden Fall eine Überprüfung stattfinden, ob die Mutter und/oder das Kind an einer Diabetes erkrankt sind.

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