Der Zytologieassistent

Mikroskop
Eine früh erkannte Krebskrankheit ist in vielen Fällen noch heilbar. Deshalb sollte jeder zu einer Krebsvorsorgeuntersuchung gehen. Der Zytologieassistent bekommt eine Gewebeprobe oder einen Abstrich und kann dann hieran unterscheiden, ob es sich um verdächtiges oder unverdächtiges Zellgewebe handelt. Die Arbeitswelt eines Zytologieassistenten besteht aus Mikroskopen, Dunkelraum, Objektträgern und Dateien. Er erstellt den ersten Befund und der behandelnde Arzt stellt dann eine Zytodiagnostik aus.

Voraussetzung für eine Ausbildung

In der Schule sollten gute Noten in den Fächern, Chemie (für eine Analyse von Zellproben, Körperflüssigkeiten und Körpersekreten), Physik (Elektrolytmessungen müssen durchgeführt werden), Biologie (Zellstoffwechsel, Zellteilung und Chromosomendefekte werden schneller erkannt), Mathematik (wird in der Ausbildung für prozentuale Zusammensetzungen von chemischen Verbindungen gebraucht) und Latein (medizinische Fachbegriffe werden besser verstanden) erarbeitet worden sein. Eine rechtlich bestimmte Schulbildung gibt es nicht, aber der mittlere Bildungsabschluss oder das Abitur wird bevorzugt. Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Neurologie, Chemie, Biologie und Physik sollten mitgebracht werden.

Die Ausbildung

ProbenWährend der Ausbildung kommen folgende Themen zum Tragen, wie ist der menschliche Körper aufgebaut, die Vorgänge der Atmung, wie laufen Ausscheidung und Verdauung ab, Gewebeveränderungen bei verschiedenen Krankheiten, was passiert bei einer Schwangerschaft und der Geburt, wie ist eine Krebszelle zu erkennen und wie werden Blutgruppen und der Blutzuckergehalt festgestellt. Während der Zeit der Ausbildung müssen mehrere Praktika in einem Zytologielabor und in einer gynäkologischen Praxis abgeleistet werden. Der theoretische wie auch der praktische Unterricht findet an einer Zytologieschule statt. Da es diese Schulen nur in wenigen Städten gibt, ist für den Auszubildenden ein Umzug dort hin nicht auszuschließen. Während des Praktikums, das ein Jahr dauert, findet die Arbeit in einer Arztpraxis oder einer Hochschulklinik statt.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre, in den ersten 12 Monaten, lernt man in der Theorie und in der Praxis etwas über Gewebelehre und Mikroskopie, die nächsten 12 Monate verbringt man bei verschiedenen Praktika, bei denen erlernt wird, wie zytologische Präparate funktionieren, die Archivierung, Abrechnung und die Durchführung von Untersuchungen. Für die gesamte Zeit der Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt, doch Kosten fallen an für Fachliteratur und Arbeitsmittel, sowie für eine auswärtige Unterkunft.

Der Abschluss

ZellbeurteilungAbgeschlossen wird die Ausbildung durch eine interne Prüfung. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Prüfung bekommt man ein Abschlusszeugnis. Für eine Zulassung zu der Prüfung ist es aber erforderlich, dass an allen Unterrichtsstunden teilgenommen wurde. Jede Prüfung umfasst einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Die Themen können in der Regel von dem Auszubildenden selber bestimmt werden.

Als Zytologieassistent bewirbt man sich in einem zytologischem Labor oder in einer größeren Frauenarztpraxis, sowie bei einem medizinischen Forschungslabor. Alternativ kommen folgende Berufe in Betracht: Laboratoriumsassistent, medizinisch- technischer Assistent oder Radiologieassistent. Die Bezahlung in diesem Beruf beträgt zwischen 2200 Euro und 2480 Euro Brutto.
Voraussetzung für eine gute Anstellung, sind natürlich eine abgeschlossene Ausbildung, gutes medizinisches Fachwissen, Sorgfalt und Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft und selbstständiges Arbeiten, technisches Verständnis und Merkfähigkeit und ein beachtliches handwerkliches Geschick.

(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)

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