Der Koch, nicht für jeden ein Traumberuf!

Berufsbild-Koch
Die Kochkunst erlebte ihren Ursprung in Italien im 16. Jahrhundert und auch am Hof von Ludwig dem 14. Erlangte die französische Küche ihre Berühmtheit. Die Arbeit der Köche und Köchinnen war geboren. Als anerkannter Beruf gibt es ihn in Deutschland seit 1940. Eine Ausbildungsverordnung wurde 1979 in Kraft gesetzt.

Der Koch oder die Köchin müssen alle Arbeiten verrichten, die zu einer Herstellung von Speisen nötig sind. Sie arbeiten meistens nach Rezept und bereiten Suppen, Soßen, Gebäck oder Süßspeisen zu. Die Lebensmittel und Zutaten müssen von ihnen eingekauft und gelagert werden. Das Organisieren des Tagesablaufs in der Küche und das die Speisen zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sind, gehört zu den wichtigsten Aufgaben. Preise kalkulieren und die Gäste beraten gehört mit zu dem täglichen Aufgaben eines Kochs. Die Köche werden von den Gästen benotet, bekommen sie kein schmackhaftes Essen, bleiben sie weg und so etwas spricht sich schnell herum. Köche müssen vielseitig sein und sowohl Erfahrung mit der Hausmannskost, der Haute Cuisine bis hin zum Luxus Catering haben.

Was wird verarbeitet?

Alles, was irgendwie nach Lebensmittel aussieht, wird verarbeitet, Fleisch, Fisch, Gemüse und Teigwaren, ob frisch oder tiefgefroren, sind immer eine Herausforderung für einen Koch. Bei einer Zubereitung braucht er große Armfreiheit, darum sollte eine Küche nicht allzu klein sein. Küchenutensilien, wie Schneidebretter, scharfe Messer, Schneid-, Rühr- und Knetmaschine sind ebenso wichtig, wie ein Desinfektionsmittel für die gesamte Reinigung einer Küche und des Zubehörs.

Die Arbeitsbedingungen

Gemuese-schneidenKoch und Köchin haben ihren Arbeitsplatz in Restaurants, Kantinen und auch in Krankenhäusern oder Pflegeheimen. In einer kleineren Küche arbeitet der Koch im allgemeinen alleine, in der Großküche wird in einem Team gearbeitet. Die Aufgaben werden hier streng verteilt. Die Arbeit eines Kochs geschieht am häufigsten im Stehen und ist mit sehr viel Handarbeit verbunden. Bei dem Kochen und auch bei der Reinigung müssen erhebliche Hygienevorschriften eingehalten werden. In der Regel wird weiße Arbeitskleidung und eine Kopfbedeckung getragen. Das Einkommen von einem Koch ist von dessen Anforderung abhängig, weiterhin spielen die Berufserfahrung sowie der Verantwortungsbereich, den er innehat, eine große Rolle. Die tarifliche Bruttovergütung liegt zwischen 1900 und 2100 Euro im Monat.

Der Koch und seine Karrierechance!

Ist man Koch, kann eine Aufstiegsweiterbildung dabei helfen, eine Prüfung für den Beruf des Küchenmeisters zu machen. Auch ein anschließendes Studium ist möglich und führt zu einem Bachelorabschluss im Fachbereich, Ernährungswissenschaft und Lebensmitteltechnologie. Bei einer eventuellen Existenzgründung kann ein Restaurant oder eine Gaststätte eröffnet werden.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre!

TeigwarenDie Ausbildung zu einem Koch oder einer Köchin dauert drei Jahre. Im ersten Lehrjahr stehen die Zubereitung einfacher Speisen und die Ernährungslehre im Vordergrund. Hinzu kommt, wie man bei einer Warenlieferung auf das Gewicht, die Frische und eventuelle Schäden aufpassen muss. Auch muss erlernt werden, wie Produkte auf ihre Beschaffenheit geprüft werden.

Im zweiten Lehrjahr wird schon ein bisschen mehr am Herd gestanden. Hier werden Quark, Joghurt und Käsegerichte zubereitet, sowie Süßspeisen und Desserts angerichtet und wie man Marinade und Füllungen herstellt. Außerdem geht es um die Herstellung von Teigen und Massen und ihre Weiterverarbeitung.

Das dritte Lehrjahr wird durch Fische und Schalentiere erweitert, dann kommen Fleisch, Innereien und Wildgerichte an die Reihe. Außerdem wird dem Koch und den Köchinnen beigebracht, wie man anlassbezogene Speisen dekoriert.

In der Berufsschule!

In der Schule geht dann das Kochen weiter, und zwar, wie die Arbeiten in der Küche am vorteilhaftesten zu organisieren sind, wie Speisen aus pflanzlichen Rohstoffen herzustellen sind und wie man warme und kalte Buffets anrichtet. Zum schulischen Bereich gehört auch das A-la-Carte Geschäft und die Lehre der Speisenfolge.

Nach einer erfolgreichen Prüfung wird der Titel eines Kochs oder einer Köchin getragen. Die Interessen eines Kochs sollten breit gefächert sein. Zutaten müssen vor der Verarbeitung gewaschen und geschnitten werden, es muss gewogen oder abgemessen werden. Weitere praktische Tätigkeiten sind das Anrühren von Soßen und Teigen, das Säubern, Würzen und abschmecken, außerdem das Anrichten von den Speisen. Zu dem mehr kreativeren Teil gehören, dass Erstellen einer Speisekarte oder gar ganzer Speisepläne. Die Umsetzung neuer Ideen und neuer Rezepte sind eine weitere Herausforderung für jeden Koch.

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