Atem-, Sprech-und Stimmlehrer/in

Atemtechnikueben
Atem-, Sprech-, und Stimmlehrer haben die wichtige Aufgabe, Menschen zu helfen, ihre Stimme richtig zu benutzen und einzusetzen. Bei Kindern kommen Sprech- und Stimmlehrer vor allem dann zum Einsatz, wenn es zu Störungen in der Sprachentwicklung der Kinder kommt. Lispeln, Poltern und stottern gehören ebenso zu den Sprachstörungen, die therapiert und behoben werden können.

Auch erwachsene Menschen, die ein Problem mit ihrer Sprache haben, werden betreut. Dies kann zum Beispiel dann nötig sein, wenn der Patient einen Schlaganfall erlitten hat. Oft manifestiert sich dieser dann auch im Sprachbild der Betroffenen. Eine verwaschene und undeutliche Sprache können die Folgen sein. Stimmlehrer kommen aber nicht nur dann zum Einsatz, wenn es um Störungen der Sprache geht. Auch Menschen, die für die Ausübung ihres Berufes eine klare Stimme und Aussprache brauche, nehmen die Arbeit der Vokalatmung in Anspruch.

Persönliche Anforderungen

Um den Beruf zu erlernen, sollte man Spaß an der deutschen Sprache haben und mit ihr spielen können. Zudem sollte man ein hohes Maß an Geduld, Freundlichkeit und Empathie mitbringen. Sprechlehrer müssen in der Lage sein, auf ihre Klienten zuzugehen, sie zu motivieren und zu bestärken. Ebenso sollte eine klare und deutliche Aussprache selbstverständlich sein. Auch wird eine selbstständige, genaue und eigenverantwortliche Arbeitsweise gefordert.

Voraussetzung zur Erlernung des Berufes

Um eine Ausbildung absolvieren zu können, wird die mittlere Reife vorausgesetzt und das Bestehen einer Aufnahmeprüfung. Zudem müssen die Anwärter auf die Ausbildungsstelle einen sogenannten phoniatischen Befundbericht vorweisen können. In diesem muss bestätigt werden, dass keine Störungen an Gehör, Stimme oder Sprache vorliegen.

Ausbildung zum Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in

Bei der Ausbildung handelt es sich um eine schulische Berufsausbildung. Die Dauer der Ausbildung dauert 3 Jahre und schließt mit einer Abschlussprüfung ab. Der Schwerpunkt in der Ausbildung liegt vor allem in dem fachpraktischen Teil. Zudem werden den Auszubildenden einige Praktika und Hospitationen angeboten, in denen sie erlerntes anwenden und vertiefen sollen.

Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf als Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in

Stimmlehrer haben viele Möglichkeiten, sich in ihrem Beruf weiter zu entwickeln. Sie können zur Therapieleitung im Krankenhaus aufsteigen, eine sprachtherapeutische Praxis leiten oder als Ausbildungskraft an einer Berufs- oder Musikschule arbeiten. Auch können Atem-, Sprech-und Stimmlehrer/in sich selbstständig machen und ihre eigene sprachtherapeutische Praxis leiten. Einige Hochschulen bieten sogar eine Weiterqualifizierung zum Bachelor of Science an in Form von diversen Studiengängen an.

Einsatzorte für Atem-, Sprech-, und Stimmlehrer/in

Neben der Anstellung oder Leitung einer sprachtherapeutischen Praxis können Sprachlehrer auch in HNO-ärztlichen Kliniken oder in Rehazentren arbeiten. Zudem besteht auch die Möglichkeit in den künstlerischen Bereich zu gehen und Sänger oder Moderatoren zu unterrichten, damit sie ihre Stimme sicher und stark anwenden können.

Alltag des Atem-, Sprech-, und Stimmlehrer/in

Der Alltag unterscheidet sich natürlich je nach Arbeitsplatz. Die Aufgabe ist es aber immer, die Sprachtherapie zu planen und mit dem Klienten durchzuführen. Sie führen ein Erstgespräch mit dem Klienten und stellen, wenn eine Sprachstörung vorliegt, eine Diagnose und planen das weitere Vorgehen zur Behebung des Defizites und zur Unterstützung der Sprachentwicklung bei Kindern. Atem-, Sprech-, und Stimmlehrer/in beurteilen die Fortschritte und dokumentieren diese.

(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)

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