Arbeiten als Logopäde!

Logopaedie

Wie alles anfing!

Die Arbeit mit Sprach- und Sprechbehinderten Personen reicht bis in die Antike zurück. Schon 1583 wurde eine Abhandlung über kindliche Sprachstörungen geschrieben. 1778 wurde von Samuel Heinicke die erste Schule für Taubstumme eröffnet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland die „Berliner Ambulanz“ für Sprachkranke gegründet, in der die ersten Sprachkurse, seit 1883 gegeben wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Sprachkunde als Fach, an den Universitäten zugelassen und mit Ende des Zweiten Weltkriegs gab es dann auch eine Ausbildung zum Logopäden. Die offizielle Berufsbezeichnung wird seit 1957 verwendet.

Die Aufgabenbereiche!

Logopäden arbeiten sehr eng mit Ärzten zusammen, mit ihnen gemeinsam, entwickeln sie für jede einzelne Person, eine individuelle therapeutische Maßnahme. Hierbei spielen das Alter, die Sprach- und Sprechfähigkeit eine große Rolle. Eine logopädische Behandlung wird durch Verfahren, wie Artikulationstraining oder Entspannungsübungen durchgeführt. Logopäden unterstützen Menschen, die einen Schlaganfall hatten, beim Wiedererlangen der Sprachfähigkeit und auch nach einer Kehlkopfoperation, gehört dieses zu ihren Aufgaben. Zu den Aufgaben eines Logopäden gehören auch Besuche in den Kindergärten, um Beratungsgespräche mit den Kindergärtnerinnen oder den Eltern zu führen, wenn sich bei einem Kind eine Sprechstörung oder ein Stottern bemerkbar macht.

Ihre Arbeit im einzelnen

Die Beratung und Behandlung von Menschen mit Sprech- oder Sprachstörungen stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Eine ärztliche Verordnung ist dazu notwendig. Nach einer genauen Untersuchung wird dann eine Therapie ausgearbeitet, bei der Wortschatz, Grammatik, Sprachverständnis oder Atem- und Schluckübungen eine große Rolle spielen.

Arbeitsgegenstände kommen zum Einsatz!

Die Logopäden arbeiten mit Audiometern, mit denen die Hörleistung gemessen wird. Sprachstörungen werden mit Aufnahme- und Wiedergabegeräten erfasst. Für eine Sprach- und Stimmtherapie werden eine Triangel oder eine Stimmgabel eingesetzt. Bei den Kindern ist eine spielerische Therapie notwendig, die durch Handpuppen, Stofftiere und Brettspiele möglich wird. Ein Logopäde arbeitet sehr eng mit Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen zusammen, bei ihrer Arbeit ist Geduld und Ausdauer, sowie teilweise auch Nerven aus Stahlseilen nötig. Die Therapien sind in den meisten Fällen sehr schwierig und auch langwierig.

Die Arbeitsbedingungen

Die Arbeit eines Logopäden ist nicht für jeden Menschen etwas, denn sie arbeiten häufig in einer medizinischen Umgebung, außerdem findet ein sehr enger Körperkontakt zu fremden Leuten statt. Auch der Umgang mit Behinderten und Kindern und Jugendlichen gestaltet sich nicht immer als einfach.

Berufsalternativen und Aufstiegsmöglichkeiten

Wer den Beruf eines Logopäden erlernt hat, kann aber auch als Sprach- oder Atemtherapeut arbeiten, auch gibt es die Möglichkeit sich als Lehrlogopäde niederzulassen. Die Karriereleiter nach oben klettern, kann man indem eine Weiterbildung, zum Beispiel, als Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen, für Betriebs- und Sozialwesen oder als geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen stattfindet. Logopäden können sich aber auch, durch eine freiberufliche Tätigkeit, mit einer eigenen Praxis selbstständig machen.

Die Merkmale eines Logopäden sollten Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, eine selbstständige Arbeitsweise und eine angemessene Umgangsform sein. Natürlich gehört auch eine Verschwiegenheit über den Patienten sowie seinen persönlichen Daten unbedingt dazu. Freundlichkeit, aber auch ein Durchsetzungsvermögen, sind in diesem Beruf gefragt.

Logopäden werden herangezogen, bei einem Menschen, der einen Schlaganfall hatte, bei Personen nach einem Unfall oder bei Sprachstörungen, wie Lispeln oder Stottern. Auch ist die Arbeit, bei Patienten, die einen Tumor operativ entfernen lassen mussten und dadurch Rachen- oder Zungenteile verloren, haben nichts Ungewöhnliches. Ihr Einsatzgebiet liegt auch bei Demenzkranken oder aber auch bei Menschen, die eine Geschlechtsangleichung hinter sich haben, und eine Sprachtontherapie durchführen müssen. Die Aufgaben eines Logopäden sind groß und vielfältig, aber auch der Umgang mit Menschen aus jeder Altersgruppe ist gegeben und das macht die Arbeit sehr interessant.

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