Alles was du über Allergien wissen solltest!

Viele Menschen meinen, Allergien seien eine Modeerscheinung, aber Fakt ist, dass sie in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Mittlerweile leiden ca. 20 Prozent der Erwachsenen und ein Drittel der Kinder in Europa an allergischen Reaktionen oder sogar an schweren Allergien.

Bei einer Allergie dringen Krankheitserreger in den Körper ein und kann das Immunsystem keine Antikörper dagegen bilden, kann es durchaus zu einer schweren Krankheit kommen. Eine Allergie gestaltet sich etwas anders, denn hier kommt es zu einer Art Irreführung des Immunsystems und der Abwehrmechanismus, der in jedem menschlichen Körper zu finden ist, reagiert mit einer Allergie.

Allergietest

1. Wie kann eine Allergie bemerkt werden?

Die Symptome die bei einer Allergie auftreten, sind natürlich nicht immer die Gleichen. Hier kommt es in erster Linie darauf an, ob eine Allergie sich für längere Zeit im Körper einnisten will, oder ob es saisonal bedingt ist, zum Beispiel, bei einer Pollenallergie. Kommt es bei einem Immunsystem zu einer Überreaktion gibt es einige Merkmale, die auf eine Allergie hinweisen könnten.

Sie reichen von Reizungen der Schleimhäute, bei Heuschnupfen geht das mit Niesen und tränenden Augen überein, oder einer Entzündung der Haut, wie es bei einem Kontaktekzem der Fall ist. Das schlimmste was eine Allergie bringen kann, ist ein anaphylaktischer Schock und der kann zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruch führen.

Welche Personen können zu einer Allergie neigen!

Oftmals sind es Kinder, denn bei ihnen ist das Immunsystem noch nicht ganz ausgereift und daher leiden sie schon von klein auf unter einer Allergie, oft kommt es aber auch erst in späteren Lebensjahren dazu, hier kann eine Allergie entweder stark oder auch schwach ausgebildet sein. Häufig sind es sogar ganze Familien, die unter einer Allergie leiden, dann ist es die Veranlagung, die dafür gesorgt hat. Eine Allergie kann durchaus vererbbar sein, beispielsweise bei Asthma, obwohl schon im Mutterleib eine Sensibilisierung auf Allergene stattfindet.

2. Heuschnupfen

Viele Menschen haben jedes Jahr, wenn der Frühling naht, ein ungutes Gefühl, denn sowie die ersten Pollen durch die Luft fliegen, fängt es wieder an. Die Augen tränen und die Nase fängt zwangsläufig an zu laufen. Gräser- und Getreidepollen oder auch andere Frühblüher wie die Birke oder die Erle sind der Auslöser dafür.

Heuschnupfen oder Pollinosis ist eine Allergie gegen Blütenpollen, sie tritt vor allen Dingen im Frühjahr oder im Sommer auf. Wie stark oder wie lange ein Mensch am Heuschnupfen leidet, kommt darauf an, wie lang die Blütenperiode ist und vor allem auf die Länge der Pollenflugphase. Es kann durchaus vorkommen, dass diese Menschen in einem Jahr mehr leiden und in einem anderen Jahr weniger.

Heuschnupfen ist eine Krankheit die saisonal auftritt und diese Menschen sind im Herbst und Winter durchaus gesund. Der Heuschnupfen unterscheidet sich maßgeblich von anderen Allergien wie beispielsweise eine Tier Haar Allergie oder eine Allergie gegen Schimmelpilze, denn diese sind das gesamte Jahr über aktiv. Da es Pollen aber fast das ganze Jahr hindurch gibt, weil Pflanzen und Bäume unterschiedliche Blühphasen haben, kann es jemanden der unter Heuschnupfen leidet durchaus fast das gesamte Jahr über treffen. Wen es wirklich stark trifft, der hat unter Umständen bis zu 9 Monate im Jahr darunter zu leiden. Heuschnupfen wird mittlerweile zu der Volkskrankheit Nummer eins, denn ein Viertel aller Erwachsenen haben dieses Phänomen. Bei den Kindern sind es zwischen 5 und 10 Prozent, die unter den Symptomen leiden.

Beschwerden, die Heuschnupfen verursacht:

  • Juckende oder stark tränende Augen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Schwellungen und Juckreiz im Gesicht

Risikofaktoren sind bisher bekannt, aber woher der Heuschnupfen wirklich kommt ist immer noch ein nicht gelöstes Rätsel. Manche Ärzte gehen sogar so weit und meinen, es könnte durchaus eine übertriebene Körperhygiene sein, die am Heuschnupfen schuld ist, andere wiederum geben der Luftverschmutzung die Schuld.

Die schlimmsten Beschwerden können gemildert werden

Natürlich gibt es auch gegen Heuschnupfen eine Reihe von Medikamente, die die Symptome mildern. Hier sind Anti- Histaminika oder Mittel aus der Homöopathie zu nennen. Behandeln kann man den Heuschnupfen allerdings nur mit einer Hyposensibilisierung, bei dieser Methode geht es hauptsächlich darum, dass sich der Körper Stück für Stück an die Pollen gewöhnt, die den Heuschnupfen auslösen.Sinn des Ganzen ist es, dass die Pollen neutralisiert werden, bevor sie eine allergische Reaktion auslösen können.

Tippt ein Arzt auf Heuschnupfen, wird er als erstes einen Bluttest anordnen, allerdings gibt dieser nicht 100 Prozent Aufschluss darüber, sinnvoller wäre es tatsächlich, wenn gleich auf Antikörper gegen Allergene, etwa Birkenpollen, untersucht wird. In vielen Fällen führen die Ärzte aber auch Hauttests durch, diese sind allerdings ziemlich langwierig und auch sehr teuer. Bei Kindern werden deshalb Bluttests angeordnet, dass erspart ihnen die tagelangen Hauttests.

Steht fest, ob es sich wirklich um Heuschnupfen handelt, wird der Arzt in den meisten Fällen ein Kombipräparat verschreiben. Hierbei handelt es sich um Tabletten, Tropfen oder Sprays, die die Beschwerden sehr gut lindern. Viele Betroffene setzen aber auf Einzelpräparate, denn Kombi Arzneimittel haben nicht selten Nebenwirkungen wie zum Beispiel, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Herzrasen. Sollte ein Medikament ohne ein Rezept gekauft werden, muss immer vor der Einnahme der Hausarzt konsultiert werden, denn in vielen Fällen kann ein Apotheker keine richtige Diagnose stellen. Eine Person die im Frühjahr unter einem Reizhusten leidet, muss nicht automatisch an Heuschnupfen erkrankt sein.
Ein Arzt kann nach einer eingehenden Untersuchung die richtigen Medikamente verschreiben, das sind dann spezielle antiallergische Mittel, auch eine Therapie wird er einleiten, damit im nächsten Jahr gleich die richtigen Medikamente verschrieben werden können.

Was kann ansonsten unternommen werden?

Für Menschen die unter Heuschnupfen zu leiden haben, steht in erster Linie natürlich der Gang zu einem Arzt an, aber auch andere Maßnahmen können eingeleitet werden, die dazu beitragen, dass es nicht ganz so schlimm wird. An die Fenster sollten Schutzgitter montiert werden, sie verhindern dass weniger Pollen in die Räume kommen können und so ist es auch möglich, dass ungehindert regelmäßig gelüftet werden kann. Des Weiteren sollte regelmäßig gesaugt und gewischt werden, dass verringert, dass Pollen durch Bewegungen aufgewirbelt werden und durch die Luft fliegen.

Es gibt mittlerweile auch spezielle Filter für Staubsauger, die dafür sorgen, dass so wenig Staub wie möglich aufgewirbelt wird. Wer es ganz genau nimmt, sollte sich einen Staubsauger mit einem komplett versiegelten Gehäuse anschaffen, der lässt absolut keinen Staub und keine Pollen mehr heraus. Auch für das Auto gibt es Pollenfilter, die aber regelmäßig gewechselt werden müssen. Nachteil hierbei ist, die Fenster müssen geschlossen bleiben.

Für jemanden der unter Heuschnupfen leidet, ist es nicht gerade ratsam, dass er seine Wäsche an der frischen Luft trocknet, denn hier können Pollen eindringen und die Symptome treten wieder auf. Sollte es möglich sein, empfiehlt es sich am Abend zu duschen, dann können Pollen die sich in den Haaren festgesetzt haben, nachhaltig entfernt und der Gang ins Bett kann so Pollenfrei angetreten werden.

3. Hausstaub Allergie

Die Symptome sind ähnlich wie bei Heuschnupfen, die Nase ist verstopft und läuft, die Augen brennen und tränen und auch das Atmen kann schwerer fallen , wie es im Normalfall ist. An manchen Tagen sind die Symptome da und an anderen wiederum nicht. Am schlimmsten ist es aber in der Nacht, denn eine Hausstaub Allergie wird auch Hausstaubmilbenallergie genannt und jeder weiß, dass es kein Bett gibt, in dem sich keine Milben befinden. Die Allergie selber wird durch den Kot der Milben ausgelöst und Allergiker reagieren darauf. Die sogenannte Hausstaub Allergie ist darum so heimtückisch, weil aus ihr leicht ein allergisches Asthma werden kann. Auf jeden Fall ist erst einmal der Gang zu einem Arzt wichtig, damit dieser die nötige Therapie einführen kann.

Da sich Milben immer dort gerne aufhalten, wo es feucht und warm ist, kann man sich ihrer nur wehren, indem Bettdecken und Kissen so oft wie möglich gelüftet werden. Hier ist es am besten, wenn man sie aus dem Fenster hängt. Bei den Bettlaken wird es schon schwieriger, für einen Menschen der unter einer Hausstaub Allergie leidet ist es nötig, Milbendichte Bettlaken zu kaufen, das sind sogenannte Encasings. Sie sollen verhindern, dass Hautschuppen auf die Matratze kommen und dann haben Milben keine Nahrung mehr. Laken und Kissenbezüge sollten in der Waschmaschine auf mindestens 90 Grad gewaschen werden können.

Was sonst am meisten hilft ist ständiges Lüften und das am besten mit Durchzug, wenn Wärme und Feuchtigkeit entzogen werden, gehen die Milben ein und so kann auch verhindert werden, dass sich Nachwuchs im Bett breitmachen kann.

Vorbeuge Maßnahmen:

Bettvorleger sollte es bei einem Allergiker nicht geben, doch auch der ganz normale Teppich kann Milben beinhalten. Wenn nicht unbedingt erforderlich, sollten also keine Teppiche auf dem Boden liegen, denn glatte Böden können gut feucht gewischt werden, außerdem gibt es in der Zwischenzeit kurzhaarige Teppiche, die auch für einen Allergiker durchaus geeignet sind. Glatte Böden können auch gut gesaugt werden, es sollte dann allerdings ein Feinstaubfilter in Betracht gezogen werden.

Bei Kindern sollte auf Kuscheltiere weitestgehend verzichtet werden, das ist sicher schwer, lässt sich aber bisweilen nicht vermeiden. Muss es doch unbedingt ein solches haariges Wesen sein, ist darauf zu achten, dass es sich um sehr kurzes Fell handelt. Plüschtiere können auch einmal für 24 Stunden eingefroren werden, noch besser ist aber der 60 Grad Gang in der Waschmaschine, denn Kälte tötet zwar die Milben, doch nicht ihre Ausscheidungen, da ist es angebracht, regelmäßig die Plüschtiere zu waschen.

Bücher und andere Deko Artikel sollten nicht aufgestellt werden, denn auch sie neigen dazu,dass sich Staub auf ihnen absetzt, also ab mit diesen Dingen in den Schrank. Werden diese Maßnahmen befolgt, kann es durchaus sein, dass die Hausstaub Allergie von ganz alleine und ohne Medikamente wieder verschwindet. Ein Arzt sollte allerdings aufgesucht werden, wenn es zu den oben genannten Symptomen kommt, denn es ist besser, eine andere Allergie von vorn herein auszuschließen.

Symptome behandeln:

Hautjucken und vor allem Entzündungen sollten schnellstmöglich behandelt werden, ist der Gang zu einem Arzt nicht sofort möglich, gibt es in der Apotheke auch rezeptfreie Medikamente. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Antihistaminika. Für den akuten Notfall sind sie lindernd, es sind in den meisten Fällen Augentropfen und Nasensprays die den Wirkstoff Azelastin oder Levocabastin in sich haben. Um den Juckreiz der Haut zu stillen gibt es entsprechende Gels und Cremes mit Bamipin oder Dimetinden.

An der Wurzel packen kann man eine Hausstaub Allergie allerdings nur mit einer Hyposensibilisierung. Hierbei wird der Köper an ein Allergen gewöhnt und kann sich im Immunsystemnormalisieren. Die Behandlung dauert in der Regel zwischen drei und fünf Jahre und 60 Prozent der Betroffenen sind danach so gut wie beschwerdefrei.

4. Mandel- und Nussallergie

Nüsse, Mandeln und selbstgebackene Plätzchen gehören einfach in die Adventszeit, doch viele Menschen müssen zugucken, wenn andere tüchtig davon essen. Gewürze wie beispielsweise, Zimt, Anis oder Kardamom können bei Allergikern zu fiesen Hautausschlägen und sogar zu Atemwegsbeschwerden führen.

Nüsse sind nicht nur voll hochwertigem Eiweiß und verwertbare Fette, sie können durchaus auch Allergien auslösen. Eine Nussallergie äußert sich durch Jucken oder Brennen im Mund, eine extrem anschwellende Zunge, Taubheit der Lippen, sowie der Schwellung von Kehlkopf. Betrifft es eine anfällige Person, kann es zur Atemnot bis hin zu einem Kreislaufkollaps kommen. Nussallergiker haben in den meisten Fällen auch mit Heuschnupfen zu tun und wenn es zu einer sogenannten Kreuzallergie kommt, werden die Beschwerden noch stärker in Erscheinung treten.

Was ist zu tun?

Ist bei einem Menschen eine Nussallergie festgestellt worden, muss natürlich zuerst einmal der gesamte Speiseplan geändert werden. Nüsse sind in vielen verschiedenen Lebensmitteln enthalten und es kann schwer werden, alle Lebensmittel zu erkennen, in denen Nüsse sind oder verarbeitet wurden. Wer sich jedoch diese Leckereien nicht entgehen lassen will, kann Nüsse durch Haferflocken, Kokosraspel oder Amarant ersetzen. Allerdings ist noch darauf hinzuweisen, dass sich auch in Marzipan und Nougat ein geringer Anteil an Nüssen befindet, darum besser immer auf die Inhaltsstoffe achten.

Auch Düfte können es in sich haben

Nicht nur bei Esswaren ist für einen Nussallergiker äußerste Vorsicht geboten, auch die so beliebten Duftkerzen, die es speziell in der Weihnachtszeit zu kaufen gibt, können für einen Allergiker sehr unangenehm werden. Bei einem direkten Kontakt mit den enthaltenen Duftstoffen kann es zu Juckreiz oder Hautrötungen kommen. Es kann sich auch zutragen, dass sich Hautbläschen bilden oder es zu Atembeschwerden kommt, außerdem kommt es fast immer zu starken Kopfschmerzen und Übelkeit.

5. Apfelallergie

Doch nicht nur Nüsse können zum Verhängnis werden, denn in Deutschland leben mittlerweile zwei bis vier Millionen Menschen die eine Apfelallergie haben. Bei ihnen spielt jedoch in vielen Fällen nicht nur der Reifegrad eine große Rolle, sondern auch die Verarbeitung und die Art der Zubereitung. Bewiesen ist es komischerweise, dass es fast nur neue Sorten, wie Granny Smith, Golden Delicous oder der Braeburn sind, die allergische Reaktionen auslösen, bei den älteren Sorten geschieht meistens gar nichts.

Als mögliche Ursache sehen Forscher den Gehalt von Polyphenolen, die in den neuen Sorten vorkommen. Das sind sekundäre Pflanzstoffe, die für einen säuerlichen Geschmack sorgen und sie sind auch für eine schnelle Braunfärbung verantwortlich, sobald der Apfel angeschnitten wurde. Für Allergiker gilt, sie sollten besser auf ältere Apfelsorten zurückgreifen und auch den Verzehr von Apfelmus so gut wie möglich meiden.

Welche Arten von Allergien gibt es?

In der heutigen Zeit gibt es jede Menge Allergien, Tendenz steigend. Von der Kontaktallergie, über die Baum- und Gräser Pollen Allergie, bis hin zu Schimmelpilzen und Milben, haben viele Menschen in Deutschland mehr oder weniger an Symptomen dieser Krankheiten zu leiden. Helfen tut in den meisten Fällen nur der Gang zu einem Arzt, um erst einmal heraus zu finden, um welche Art von Allergie es sich explizit handelt.
Größtenteils ist es abhängig vom Immunsystem, mit welchen Stoffen eine Allergie behandelt wird und wie weit sie fortgeschritten ist. Diverse Allergien sind gut mit Tabletten, Cremes oder Tabletten in den Griff zu bekommen, andere wiederum können lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

Bis heute sind ca. 20.000 Stoffe bekannt die eine Allergie auslösen können, entsprechend schwer wird es für einen Arzt eine Diagnose zu stellen. Wichtig ist es aber immer, dass eine Allergie richtig und schnell behandelt werden kann, denn ansonsten kann es durchaus passieren, dass eine Allergie zu einer chronischen Erkrankung führt.

6. Getreide Allergie

Im Getreide enthaltene Stoffe sind hitzestabil, andere wiederum nicht, so kommt es oftmals darauf an, wie lange zum Beispiel, ein Brot gebacken wurde. Je länger es im Ofen war, desto mehr Allergene Stoffe wurden vernichtet und dann darf auch ein Allergiker dieses Brot essen. Fakt ist: Roggenbrote, die bekanntlich eine lange Backzeit haben müssen, können auch von einem Getreide Allergiker gut vertragen werden. Dreikorn-, Mehrkorn- und Sechskornbrote sollten aber lieber nicht auf dem Speisezettel stehen, denn diese enthalten noch die Samenhüllen, die beim Backvorgang nicht durchgebacken werden können und die ganz besonders viele Allergene aufweisen. Müsli oder Produkte mit vielen Getreidekörnern, wie beispielsweise, Müsli Riegel und ähnliches sollten besser auch nicht gegessen werden.

Eine Getreide Allergie kommt oft in Zusammenhang mit Heuschnupfen vor, dieses wird dann eine Kreuzreaktion genannt. Gemerkt ob eine Getreideallergie vorliegt, wird es am ehesten auf Grund von Augenjucken oder einem Kribbeln im Rachenraum, auch Niesreiz ist nicht selten dabei und eine verstopfte Nase ist ein weiterer Hinweispunkt. Zeitweise kommt es auch nur zu einer Allergie, wenn zeitgleich Polen in der Luft sind, werden die gleichen Nahrungsmittel in den Herbst- und Wintermonaten verzehrt, zeigen sich keine Beschwerden.

Alternativen zu üblichen Getreidesorten:

Dinkel ist zwar eine alte Form des Weizens, wird jedoch weitaus besser vertragen. Dazu kommt noch ein Geschmack Erlebnis, dass es bei Weizen nicht gibt. Ebenso verwendet werden kann Grünkern, das ist nicht ganz ausgereifter Dinkel und der ist genauso aromatisch. Eine echte Alternative für jeden Getreide Allergiker.

Kamut kann auf dieselbe Stufe wie Dinkel gestellt werden. Neben seinem feinen Geschmack, kann er optisch kaum vom Weizen unterschieden werden. Wer also gern sein Brot zu Hause selber bäckt, kann Kamut gut verwenden und es wird auch genauso abgewogen wie das eigentliche Weizenmehl.

Buchweizen können Getreide Allergiker ebenfalls einsetzen, da er zu der Gattung der Knöterich Gewächse zählt. Er ist daher verwandt mit dem Rhabarber und mit dem Sauerampfer, verarbeiten werden kann er allerdings genauso wie Weizen. Das verträglichste für einen Getreide Allergiker ist aber Reismehl. Kein Allergiker hat nach der Verwendung über irgendwelche Symptome geklagt.

7. Tier Haar Allergie

Gerade die liebsten Freunde der Menschen trifft es nicht selten,, denn die vierbeinigen Gesellen lösen oft eine Allergie auf und es kommt auch nicht darauf an, ob das Fell kurz oder lang ist, denn der eigentliche Auslöser ist nicht das Haar selber, sondern eiweißhaltige Bestandteile, wie beispielsweise Schweiß, Talg, Speichel oder Urin. Diese sitzen in den Haaren und verteilen sich in der Luft. Kommen sie nun auf diesem Weg auf die Schleimhäuteder Augen, der Nase oder der Bronchien, können sie durchaus eine allergische Reaktion auslösen.

Erste Symptome:

Wer einen Hund oder eine Katze hat und gerötete Augen, eine triefende Nase, Nesselausschlag und Niesattacken bekommt, kann unter einer Tier Haar Allergie leiden. Hat er oft am Tag Kontakt zu dem Tier, verschlechtert sich der allgemein Zustand schnell und es kann zudem dazu kommen, dass sich Asthma ähnliche Anfälle bilden können. Die Tier Haar Allergie kann aber schnell erkannt werden, denn ist das Tier nicht mehr im selben Raum, klingen die Beschwerden schnell wieder ab.

Es gibt aber auch Menschen, die eine Tier HaarAllergie haben und gar nicht mit einem Tier in Berührung kommen. Gerade bei Katzen kommt das öfter vor, denn hier reicht es schon, wenn ein Katzenbesitzer in die Wohnung kommt und an dessenKleidung Haare haften.

Katzenhaar Allergie

Katzen sind die häufigsten Auslöser einer Tier Haar Allergie, da sich die Haare überall sammeln. Ob im Teppich, auf dem Sofa, auf der Tapete oder vermehrt auf der Kleidung. Helfen tut in manchen Fällen eine Sensibilisierung, hierbei kann es durchaus dazu kommen, dass die Rasse der Katze eine Rolle spielt. Nicht jede Katze muss also zwangsläufig auch eine Allergie auslösen.

Hunde:

Der beste Freund des Menschen löst auch häufig eine Allergie aus, doch diese hat nicht solche Symptome, wie die Katzen Haar Allergie. Sie ist lange nicht so aggressiv und tritt auch mit leichteren Beschwerden auf. Eines haben beide aber gemeinsam, denn auch bei Hundehaaren, hängt es in den meisten Fällen mit der Rasse zusammen.

Wie können Symptome vermieden werden?

  • Nach jedem Kontakt sollten gründlich die Hände gewaschen werden
  • Katzen sind in der Natur am glücklichsten und sollten nicht in der Wohnung gehalten werden
  • Im Schlafzimmer hat ein Tier nichts zu suchen
  • Befinden sich Katze oder Hund in der Wohnung, reicht ein Minimum an Möbeln und Teppichen aus
  • Die Tiere sollte öfter gebadet werden und das tägliche Bürsten ist von Vorteil
  • Ist eine Allergie bekannt, sollte Körperkontakt tunlichst vermieden werden
  • Staubsaugen muss täglich sein und am besten mit einem besonders leistungsfähigen Sauger mit speziellen Filtereigenschaften wählen

8. Lebensmittel Allergie

Prinzipiell kann jedes Lebensmittel zu einer allergischen Reaktion führen. In den meisten Fällen tritt sie jedoch auf, wenn schon eine Allergie da ist. Beispielsweise bei den Personen, die unter Heuschnupfen leiden, ist es nichts außergewöhnliches, wenn sie gegen Artischocke, Nüsse und Kiwi eine allergische Reaktion zeigen.

Die Anamnese:

Zuerst einmal muss im Privaten so wie auch im beruflichen Umfeld nach den Möglichkeiten gesucht werden. Hier ist zuerst einmal der Zusammenhang zwischen den Symptomen, bzw. wann sie auftreten und der Schwere nötig, dann können später die Lebensmittel eingekreist werden, die die Reaktion auslösten.
Ein Arzt wird zunächst einen Hauttest anordnen, der ist meistens die Basis jeder Allergie. Die Substanzen die in Frage kommen, werden auf die Haut aufgebracht und bildet sich dann eine Pustel, kann davon ausgegangen werden, dass dieser Stoff die Allergie ausgelöst hat.

Verursacher einer Lebensmittel Allergie:

Die Produkte die eine Lebensmittel Allergie auslösen können, müssen auf jeden Fall, auf der Verpackung von Lebensmitteln stehen. Darunter befinden sich:

  • Gluten haltiges Getreide wie Roggen, Hafer, Gerste usw.
  • Krebstiere und Erzeugnisse in denen die Schalentiere enthalten sind
  • Eier und Eiererzeugnisse
  • Erdnüsse und Lebensmittel, in denen Erdnüsse verarbeitet wurden
  • Sojabohnen und ebenfalls daraus gewonnene Erzeugnisse
  • Milch und Milcherzeugnisse,einschließlich Laktose
  • Schalenfrüchte wie Mandeln, Pistazien und alle weiteren Nussarten
  • Sellerie und Sellerie Erzeugnisse
  • Senf und Senferzeugnisse
  • Sesamsamen und Erzeugnisse
  • Schwefeldioxid und Sulfite
  • Weichtiere und Weichtier Erzeugnisse

Einen großen Teil der Lebensmittel Allergiker trifft es bei Milchprodukten. Die Allergiker können meistens jedoch Butter und Sahne gut vertragen, weil hier nur ein geringer Teil von Eiweiß enthalten ist. Sahne kann aber ohne weiteres auch mit Wasser verdünnt werden und auch beim Geschmack ist nicht viel zu merken.
Lebensmittel Allergiker können mit gutem Gewissen zu Sojagetränken greifen, da ein Drittel der Milcheiweiß Allergiker keine allergischen Reaktionen gezeigt haben. Wer Butter und Sahne überhaupt nicht verträgt, darf auf jeden FallReismilch trinken. Diese ist aber ganz anders zusammengesetzt als die normale Kuhmilch. Sie hat weniger Mineralstoffe und auch kaum Eiweiß.

9. Nickel Allergie

Eine Allergie verursacht eine Entzündung im menschlichen Körper und das bedeutet, dass dieser die fremden Körper entsprechend wieder loswerden will. Zur Folge hat das in vielen Fällen Migräne, Darmentzündungen, Juckreiz und vielfach auch Hautekzeme. Die Nickel Allergie kann auch durch verschiedene Lebensmittel zur Reaktion kommen und welche auf gar keinen Fall gegessen werden sollten, sind diese:

  • Haferflocken, Buchweizen, Hirse, Kleie Produkte und Faserreiche Lebensmittel wie beispielsweise Mehrkornbrot oder Weizenkleie Tabletten
  • Obst aus der Dose
  • Schokolade- und kakaohaltige Getränke und Tee aus dem Automaten
  • Alle Sorten von Nüssen und Soja und Sojaprodukte, sowie Lakritz, Sonnenblumenkerne und Backpulver

Diese Lebensmittel können einem Nickel Allergiker nichts anhaben:

  • Geflügel, Fisch, Eier und alle Fleischsorten
  • Milchprodukte ( Butter, Käse, Joghurt und Quark)
  • Gemüse ( Rote Beete, Rosenkohl, Broccoli, alle Kohlsorten, Pilze, Gurken, Kartoffeln, Auberginen und Spargel
  • Getreide und Produkte aus Getreide wie zum Beispiel, Cornflakes, Popcorn, Reis , Spaghetti, andere Nudelsorten und Biskuits aus Kleie
  • Vollkornprodukte, wenn sie in Maßen genossen werden
  • Früchte und Beeren ( Feigen, Ananas, Pfirsiche, und Birnen, aber keine Himbeeren)
  • Getränke, handelt es sich um Kaffee und Tee, sollten sie nicht in großen Mengen konsumiert werden. Limonade und alkoholische Getränke, außer Wein und Bier, sind hingegen nicht geeignet.
  • Auch bei Margarine, Hefe, Schokolade, Marzipan und Mandeln zeigen sich keinerlei allergische Reaktionen

Doch nicht nur in Lebensmitteln findet sich Nickel, auch im Modeschmuck oder in Münzen können sie für einen Menschen durchaus für Unbehagen sorgen.

Wie äußert sich die Nickel Allergie?

Menschen die eine Unverträglichkeit oder besser gesagt eine Nickel Allergie haben, müssen jeden Tag sehr aufpassen, da in vielen Gebrauchsgegenständen Nickel verarbeitet wurde. Nicht nur im Schmuck ist Nickel zu finden, sondern auch in Knöpfen oder in Kosmetik Produkten und sogar in Geldstücken. Bei zehn bis zwölf Prozent der Menschen löst Nickel eine allergische Reaktion aus. Wenn ein Mensch schwitzt bildet sich natürlich Schweiß, das weiß jeder und dabei lösen sich Nickelionen aus dem Metall heraus, sickern diese nun durch die Haut, reagiert der Körper. Jeder der meint eine Nickel Allergie zu haben, sollte sich schnell an seinen Hautarzt wenden.

Die Symptome:

Bei einem Nickel Allergiker zeigen sich die Symptome erst Stunden später und äußern sich als Hautrötungen, Juckreiz bis hin zu Ekzemen. Wird der Juckreiz zu stark, sollte auf keinen Fall gekratzt werden, denn das kann das Abheilen stark verzögern. Es ist besser einen Arzt aufzusuchen, der verschreibt dann eine Rezeptpflichtige Cortison Salbe.

Wie kann eine Nickel Allergie therapiert werden?

Eine Nickel Allergie ist nicht zu heilen, denn Personen die unter ihr leiden, sollten jeden Kontakt mit diesem Stoff meiden, Ist es schon zu einer allergischen Reaktion gekommen, hilft eine Cortison Salbe oder etwas Geduld, denn die Symptome klingen nach einigen Tagen von allein wieder ab.

Was viele nicht wissen, auch in der Zigarette ist eine geringe Menge Nickel enthalten, Allergiker sollten also auf die Zigaretten verzichten. Bei einer Nickel Allergie kann in manchen Fällen auch eine Nahrungsumstellung Linderung bringen und Lebensmittel (siehe oben) werden dann einfach von einem Speiseplan verbannt.

Die Prophylaxe:

Menschen die allergisch gegen Nickel reagieren, sollten weder Modeschmuck noch andere Gegenstände, die nickelhaltig sind, am Körper tragen. Das gilt besonders für die Knöpfe an einer Jeanshose oder Jeansjacke. Es gibt zwar verschiedene Tricks, zum Beispiel, diese mit klarem Nagellack oder Tesafilm abzukleben, doch die Ursache wird damit nicht behoben. Berufe bei denen ein Kontakt mit Nickel entsteht, sollten möglichst gemieden werden. Das kann ein Friseur, Kassiererin, Juwelier oder Zahnarzt sein, hier sollte, wenn es nicht anders geht, Schutzhandschuhe getragen werden.

10. Sonnen Allergie

Eine Sonnen Allergie zeigt sich meistens durch rote und juckende Hautstellen. Wie sie entsteht ist allgemein noch nicht entschieden, Fakt ist aber, sie kommt durch die UV Strahlung, aber auch durch Inhaltsstoffe von Hautpflegemitteln. Bald ist es wieder soweit, der Urlaub in ein sonniges Land naht oder der Besuch im Schwimmbad, denn nach dem Urlaub möchte jeder schön braun sein. Doch statt Entspannung gibt es juckende und rote Hautstellen, die Eigendiagnose heißt, es ist eine Sonnen Allergie. Dabei ist es in vielen Fällen gar keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeit.

Betroffen sind dabei am meisten die Hautstellen, die über eine längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt wurden. Viele leiden besonders in den Frühjahrsmonaten darunter, weil sich die Haut dann erst wieder an die Sonnenstrahlen gewöhnen muss.Die polymorphe Lichtdermatose, auch PLD, genannt oder einfach Sonnen Allergie, können nicht nur Menschen mit einer hellen Haut bekommen, sondern auch diejenigen, die von Natur aus eine starke Pigmentierung der Haut aufweisen.

Was kann getan werden?

Falls sich die PLD nur leicht äußert, können in vielen Fällen schon feuchte Tücher helfen, die auf die brennenden Stellen gelegt werden. Es können aber auch Cortison Salben aus der Apotheke die erhoffte Linderung bringen.

Eine sogenannte Sonnen Allergie muss nicht zwangsläufig jedes Jahr auftreten, denn hier ist es das eigene Verhalten, dass zu der Allergie führt oder eben nicht. Die Haut sollte auf keinen Fall stundenlang einer starken Sonnenstrahlung ausgesetzt werden, denn dadurch wird natürlich auch der Hautkrebs gefördert. Lichtschutzmittel und After- Sun- Produkte sind ein unbedingtes Muss, dabei sollte schon beim Kauf auf einen möglichst hohen Schutzfaktor geachtet werden.

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