Schwitzende Hände – kann man dagegen etwas tun?

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Schwitzende Hände sind oft ein Zeichen für Angst, Nervosität und Aufregung. Im Allgemeinen kann man wenig dagegen tun, doch einige Maßnahmen helfen, wenigstens das Schwitzen in Maßen zu halten. Viele Menschen haben Angst vor verschiedenen Situationen, wie zum Beispiel, einem Vorstellungsgespräch oder auch nur einem Arzt-Besuch, das äußert sich dann in nassen Händen. Für viele ist das ein Problem und sie schämen sich dafür, denn jeder der ihnen die Hand reicht bemerkt es natürlich sofort. Bei Stress und Unruhe produziert der Körper bei Personen mehr Schweiß an bestimmten Stellen. Diese sollten sich durch Entspannungstechniken wie Yoga auf solche bestimmten Situationen vorbereiten. Auch das autogene Training hilft auf das vegetative Nervensystem eines Menschen einzuwirken und somit werden Körperfunktionen gesteuert. Hierbei ist es äußerst wichtig den Puls runter zufahren und darum muss ruhig und gleichmäßig geatmet werden.

Kann so etwas chronisch werden?

Sind bei einer Person des Öfteren die Hände schweißnass, ist der Gang zu einem Arzt unumgänglich, denn es könnte eine Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) bestehen. Möglicherweise ist eine Schilddrüsenüberfunktion der Grund und dem kann mit Medikamenten abgeholfen werden. Bei 50 Prozent der Menschen, die schwitzende Hände aufweisen, ist das Problem jedoch genetisch bedingt. Bei vielen jungen Leuten fängt das Problem schon in frühester Jugend an, nimmt aber mit zunehmendem Alter wieder ab. Schließt nach einer Untersuchung ein Dermatologe einen krankhaften Hintergrund aus, sollte die Person testen, welche der dagegen bekannten Maßnahmen helfen. Zum einen gibt es bewährte Deodorants und zum anderen ist Salbei eine Möglichkeit, das Schwitzen einzudämmen.

Maßnahmen gegen Schweißhände

Mittlerweile gibt es nicht nur Deos gegen Achselgeruch und Schweiß, sondern auch für die Hände. Sie werden auf Basis von Metallsalzen wie Aluminiumchlorid hergestellt. Diese Deos verstopfen die Schweißporen und eine Flüssigkeit kann nicht mehr austreten. Bei 90 Prozent der Personen die diese ausprobierten gab es nach relativ kurzer Zeit eine Linderung der Beschwerden. Andere Mittel kann sogar ein Arzt verschreiben, da sie apothekenpflichtig sind. Hierbei handelt es sich um Cremes, Tinkturen oder auch Gele.

Schweißhände und Schweißfüße sind häufig weit verbreitet. Obwohl das kein großes Problem darstellt, ist es für die Betroffenen unangenehm und meistens schon peinlich. So kann es gut sein, dass sie in manchen Fällen das tägliche Leben stark beeinflussen, sowohl in funktionaler, als auch in sozialer Hinsicht. Erschwerend kommt noch dazu, dass diese Menschen sich nicht nur schwer tun anderen die Hände zu schütteln, sondern sie kämpfen schon beim Halten eines Glases oder damit sich am Geländer einer Treppe festzuhalten. Für viele führt das zu psychischem Stress, peinlichen Situationen und auch Unannehmlichkeiten.

Die Symptome:

Handvoll_ReisSymptome äußern sich durch übermäßig starke Schweißbildung in der Handfläche. Wischt man die Hände ab, bildet sich unverzüglich neuer Schweiß. Oft kommt es vor, dass die Farbe der Hände sich verändert. Sie werden dann pink, das liegt unter anderem daran, dass sich Natrium und andere Stoffe im menschlichem Schweiß befinden. Bei Schweiß-Händen gibt es verschiedene Schweregrade. Personen mit eher mildem Handschweiß sind in der Regel nicht funktional oder sozial beeinträchtigt, schwerwiegender wird es schon bei denen, die sehr stark an den Händen schwitzen und das bis zu einem Ausmaß, bei dem der Schweiß von den Händen tropft. Sie sind im täglichen Leben so beeinträchtigt, dass es dazu führt, dass sie kaum noch aus dem Haus gehen.

Eine Kräuterbehandlung wird in den meisten Fällen vorgezogen, da sie keinerlei Nebenwirkung besitzt. Dazu gehören Salbeitees und Salbeicremes. Schweißhände können so um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Dann gibt es noch Salbeitabletten, ihre Anwendungsgebiete beziehen sich auf Schweißabsonderungen unterschiedlicher Ursachen. Verabreicht werden sie ins besondere in den Wechseljahren, bei Nachtschweiß-Ausbrüchen oder durch das Nervensystem bedingte Schweißausbrüche.

Akupunktur und Akupressur

In einigen Fällen hat auch schon die chinesische Heilmethode gute Erfolge erzielt. Mithilfe der Akupunktur kann übermäßige Schweiß-Produktion an Händen in den Griff bekommen werden. Hierbei werden an bestimmten Stellen am Körper Nadeln gestochen oder bei der Akupressur mit dem Finger ein leichter Druck ausgeübt.

Iontophorese

Seit den 80er Jahren wird Ionthoporese erfolgreich gegen Schweißhände und auch Schweißfüße eingesetzt. Mithilfe von einer Badewanne wird es für den gesamten Körper angewendet. Bei dieser Maßnahme werden die betroffenen Stellen in einem Wasserbad einem pulsierenden Gleichstrom ausgesetzt, wobei ein ionisierter Arzneistoff in die Haut gelangen kann. Eine Behandlung dauert 15 bis 30 Minuten. Diese Behandlung hat bei gut 81 Prozent der Personen, die so behandelt wurden, eine deutliche Besserung gezeigt. Allerdings gibt es hier Nachteile, denn zum einen ist die Behandlung sehr zeitintensiv, zum Anfang zwei- bis viermal pro Woche. Zum anderen gab es bei einigen Patienten Hautirritationen, Trockenheit der Haut, Blasen, Rötungen und anderen Nebenwirkungen.

Normalerweise ist schwitzen ein ganz natürlicher Vorgang des menschlichen Körpers um seine eigene Temperatur zu regeln und somit optimal zu funktionieren. Der menschliche Körper hat immerhin eine beachtliche Anzahl von Schweißdrüsen, nämlich Millionen, wovon sich mehr als die Hälfte in den Händen befinden. Strengt sich der Körper nun an, durch sportliche Aktivitäten, extrem hohe Temperaturen oder Stress, geben die Drüsen eine Flüssigkeit ab, um den Körper wieder auf seine normale Temperatur zu bringen.

In den vergangenen 20 Jahren wurden erhebliche Erfolge bei der Behandlung von Schweißhänden erzielt, diese gehen bis zu Operationen. Experten empfehlen allerdings erst einmal andere Optionen aus zu probieren als sich gleich unter das Messer zu legen.

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